Bis zum 10. Januar steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
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Bis zum 10. Januar steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.

Liebe Autoren,

Wir sind auf der Suche nach Schnee in Richtung Nordpol gefahren. Deswegen steht das Flexikon vom 14.12. bis 10.01.2019 nur im Lesemodus zur Verfügung. Ab dem 10. Januar könnt ihr wieder mit voller Kraft losschreiben.

Unser Tipp: Genießt die Zeit mit der Familie! Wir wünschen euch fröhliche Feiertage!

Bis bald
Euer Flexikon-Team

Tinea barbae

Synonym: Sycosis parasitaria

1 Definition

Tinea barbae ist eine durch Dermatophyten ausgelöste, meist hoch entzündliche, gelegentlich mit ausgeprägten Krankheitsgefühl einhergehende, follikuläre Mykose im Bartbereich bei Männern.

2 Ätiologie

Die Erkrankung wird häufig von infizierten Tieren auf den Menschen übertragen, wie z.B. von Rindern oder Nagetieren.

3 Symptome

Im Anfangsstadium kommt es zu herdförmigen, zunächst entzündlichen und schuppenden Rötungen. Im weiteren Krankheitsverlauf kann es zu umschriebenen Follikulitiden, furunkuloiden Knoten, zahlreichen follikulären Pusteln und konfluierenden Abszendierungen kommen. Die erkrankten Barthaare können schmerzlos epiliert werden. Außerdem kann es zu Schwellungen der regionalen Lymphknoten und zu Störungen des Allgemeinbefindens mit Fieber kommen.

4 Histologie

Histologische Untersuchungen sind in den meisten Fällen aufgrund der eindeutigen klinischen und mikrobiologischen Befundungen nicht notwendig. Im histologischen Befund zeigt sich eine perifollikuläre, einschmelzende, neutrophile Dermatitis mit Erregernachweis (PAS) im Follikelepithel.

5 Therapie

Der vorhandene Bart sollte entfernt werden. Medikamentös kann eine Therapie mit Terbinafin in einer Dosierung von 250 mg/Tag p.o. über 4-6 Wochen erfolgen. Zusätzlich ist die Applikation ketoconazolhaltiger Cremes unter Okklusion über Nacht möglich.

6 Prognose

Bei geeigneter Therapie erfolgt die Abheilung in ca. 4-6 Wochen. Spontanheilungen sind ebenfalls möglich.

7 Bemerkungen

Die Tinea barbae kann bei Landwirten durch den Kontakt mit infizierten Großtieren beruflich bedingt sein. In diesen Fällen ist die Tinea barbae nach der Nummer 3102 der Berufskrankheitenverordnung über das Hautarztverfahren meldepflichtig.

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