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Juxtaglomerulärer Apparat

von lateinisch: juxta - dicht, daneben; glomerulus - kleines Knäuel
Englisch: juxtaglomerular apparatus

1 Definition

Der juxtaglomeruläre Apparat ist ein funktioneller Zellverband innerhalb der Niere, der den Glomeruli der Nierenkörperchen (Malphigi-Körperchen) unmittelbar (lat. juxta) anliegt. Er dient der

2 Aufbau

Der juxtaglomeruläre Apparat liegt zwischen dem Gefäßpol des Nierenkörperchens und dem aufsteigenden gewundenen Teil (Pars convoluta) des distalen Tubulus. Er besteht aus unterschiedlichen Zelltypen, die eine funktionelle Einheit bilden:

Die Macula densa ist ein Zellverband dicht gestellter Zellen der distalen Tubuluswand. Sie steht - nur durch eine Basalmembran getrennt - in engem Kontakt mit den übrigen Anteilen des juxtaglomerulären Apparates:

Die juxtaglomerulären Zellen sind spezialisierte epitheloide Zellen der Media des glomerulären Vas afferens. Sie synthetisieren das Hormon Renin, eine Peptidase, und speichern es in apikalen Sekretgranula.

3 Funktion

Die Zellen der Macula densa sind Osmosensoren, die über einen Natrium-Kalium-Chlorid-Carrier die luminale Cl-- Konzentration im distalen Tubulus messen. Sinkt die NaCl-Konzentration im Harn auf einen kritischen Grenzwert, stimulieren sie über einen noch nicht bekannten Mechanismus die Renin-Sekretion der juxtaglomerulären Zellen des Vas afferens. Gleichzeitig wird über eine Vasodilatation der afferenten Arteriole das Filtratvolumen pro Zeit erhöht.

Renin bewirkt:

Im Rahmen der systemischen Blutdruckregulation unterliegen die juxtaglomerulären Zellen weiteren sekretionsfördernden Einflüssen:

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