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Macula densa

von lateinisch: "macula" - Fleck, "densus" - dicht

1 Definition

Die Macula densa ist Teil des juxtaglomerulären Apparates der Niere. Sie bezeichnet einen Verband dicht gelagerter Zellen in der Wand des geraden aufsteigenden Teils (Pars recta) des distalen Tubulus.

2 Funktion

Die Zellen der Macula densa haben Rezeptorfunktionen (Chemorezeptor). Mittels Natrium-Kalium-Chlorid-Cotransporter (NKCC2) messen sie die Na+- und Cl--Konzentration des Harns. Desweiteren detektieren sie die intraluminale Flussrate des distalen Tubulus.

Bei Abfall eines der Messparameter stimulieren die Zellen durch einen bisher noch unbekannten Mechanismus die Reninsekretion der juxtaglomerulären Zellen. Hierdurch vermitteln sie die Initiation des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems.

Sind Cl--Konzentration und Flussrate erhöht, initiieren sie mittels der Sekretion von Adenosin die Vasokonstriktion des Vas afferens, in deren Folge die GFR gedrosselt wird (tubuloglomeruläres Feedback).

Als Vermittler beider Prozesse gelten die extraglomerulären Mesangiumzellen.

siehe auch: juxtaglomerulärer Apparat

Scheint ein Widerspruch zu sein stimmt aber, da Adenosin über unterschiedliche Rezeptoren wirkt. Am A1-Rezeptor ist die Wirkung vasokonstriktiv, am A2a- und A2b-Rezeptor vasodilatorisch. Am Vas efferens sitzt natürlich - der A1-Rezeptor.
#2 am 19.02.2018 von Dr. Frank Antwerpes (Arzt)
Adenosin bewirkt doch die Vasodilatation, oder? Es sollte deshalb bei einer erniedrigung der NaCl-Konzenration ausgeschüttet werden. Oder habe ich was falsch verstanden?
#1 am 19.02.2018 von Nour Elassal (Studentin der Tiermedizin)

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