Bis zum 10. Januar steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
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Bis zum 10. Januar steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.

Liebe Autoren,

Wir sind auf der Suche nach Schnee in Richtung Nordpol gefahren. Deswegen steht das Flexikon vom 14.12. bis 10.01.2019 nur im Lesemodus zur Verfügung. Ab dem 10. Januar könnt ihr wieder mit voller Kraft losschreiben.

Unser Tipp: Genießt die Zeit mit der Familie! Wir wünschen euch fröhliche Feiertage!

Bis bald
Euer Flexikon-Team

Endocarditis lenta

1 Definition

Die Endocarditis lenta ist definiert als die subakute Verlaufsform der bakteriellen Endokarditis. Sie ist gegenüber der akuten Verlaufsform (Endocarditis acuta) abzugrenzen.

2 Ätiologie

Ursächlich ist eine vorausgegangene Infektion mit alpha-hämolysierende Streptokokken, seltener Enterokokken. Durch hämatogene Streuung der bakteriellen Erreger kommt es zur Ausbildung von bakteriellen Vegetationen auf den Herzklappen, die zu einer dauerhafte Entzündung des Endokards führen.

3 Symptomatik

Die Symptomatik ist unspezifisch. Der Beginn ist meist schleichend mit unklarem Fieber, Appetitlosigkeit und allgemeiner Schwäche. Häufig besteht eine Anämie und ein nachweisbarer Herzklappenfehler. In späteren Stadien kann es zu Trommelschlägelfingern und Uhrglasnägeln kommen. Wie auch bei der Endocarditis acuta kann es durch die bakteriellen Vegetationen an den Herzklappen zu Folgeerkrankungen an Herz, Milz, Haut und Niere kommen. Liegen Fieber und ein neu aufgetretenes Herzgeräusch vor, so muss eine Endokarditis ausgeschlossen werden.

Organ Manifestationsform
Herz Klappeninsuffizienz
Milz Splenomegalie
Haut Petechien, Osler-Knötchen, Janeway-Läsion
Niere glomeruläre Herdnephritis, embolische Niereninfarkte, Niereninsuffizienz
Augen Roth-Flecken

4 Therapie

Therapie der Wahl ist eine geeignete Antibiotika- Therapie unter Berücksichtigung des Erregers und möglicher Resistenzen. Daher wird der Erreger mittels mehrer Blutkulturen bestimmt. Noch vor Erregerbestimmung wird mit einer empirischen Antibiose begonnen. Diese besteht aus einer Kombination aus Penicillin G und Gentamicin. Bei einer starken Klappeninsuffizienz ist ein operativer Klappenersatz indiziert.

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