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Rickettsiales

Englisch: rickettsiales

1 Definition

Rickettsiales bilden eine Ordnung kleiner Bakterien innerhalb des Stamms der Proteobacteria, die sowohl human- als auch tierpathogene Erreger enthält.

2 Taxonomie

3 Eigenschaften

Rickettsiales sind kokkoide, stäbchenförmige oder pleomorphe, gramnegative Bakterien. Sie sind unbeweglich und vermehren sich obligat intrazellulär durch Zweiteilung.

4 Vertreter

Innerhalb der Ordnung Rickettsiales können derzeit (2021) zwei Familien unterschieden werden, die wiederum mehrere Gattungen und Spezies enthalten. Aufgrund ständiger taxonomischer Umstrukturierungen sind mehrere Familien sowie Gattungen noch nicht vollständig zugeordnet, weshalb die folgende Tabelle nur unter Berücksichtigung der ständigen Änderungen Gültigkeit hat.

Familie  Gattung
Rickettsiaceae
Anaplasmataceae

5 Klinik

Vertreter der Ordnung Rickettsiales sind sowohl human- als auch tierpathogen und werden vorrangig über belebte Vektoren (v.a. Zecken, Milben und Flöhe) während der Blutmahlzeit am Wirt übertragen.

Wichtige Erkrankungen sind z.B.:

Erreger Erkrankung Vektor Wirte
Rickettsia rickettsii Rocky-Mountain-Fleckfieber Ixodidae  Mensch, Hund
Rickettsia conorii Mittelmeerfleckfieber Rhipicephalus sanguineus Mensch, Nager
Rickettsia typhi Murines Fleckfieber Siphonaptera Mensch, Nager
Ehrlichia chaffeensis Humane monozytäre Ehrlichiose Amblyomma americanum Mensch, Hund, Weißwedelhirsch
Anaplasma phagocytophilum Ixodes spp. Mensch, Hund, Pferd, Wiederkäuer

6 Diagnose

Die Diagnose basiert auf einer umfangreichen Anamnese unter Zuhilfenahme verschiedener labormedizinischer Untersuchungsverfahren (z.B. ELISA, Immunfluoreszenz, gefärbter Blutausstrich oder PCR).

7 Therapie

Rickettsiales sind empfindlich gegenüber Tetrazyklinen, z.B. Doxycyclin.

8 Quellen

  • NCBI. Taxonomy Lifemap (abgerufen am 16.10.2021)

9 Literatur

  • Selbitz HJ, Truyen U, Valentin-Weigand P (Hrsg.). 2015. Tiermedizinische Mikrobiologie, Infektions- und Seuchenlehre. 10., aktualisierte Auflage. Stuttgart: Enke Verlag in MVS Medizinverlage Stuttgart. ISBN: 978-3-8304-1262-5

Diese Seite wurde zuletzt am 18. Oktober 2021 um 16:49 Uhr bearbeitet.

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