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Ehrlichia

1 Definition

Unter dem Begriff Ehrlichia fasst man eine Gattung Gram-negativer Bakterien zusammen. Sie gehören zur Ordnung der Rickettsiales und führen eine obligat intrazelluläre und parasitische Lebensweise.

2 Begrifflichkeit

Der Name der Bakterien Ehrlichia und der von ihren verursachten Erkrankungen – den Ehrlichiosen – verdanken sie dem deutschen Mikrobiologen Paul Ehrlich.

3 Taxonomie

Folgende Arten werden unterschieden:

In den vergangenen Jahren erfolgte eine völlige Umstellung der Ordnung Rikettsiales, welche sich auch auf die Gattung der Ehrlichia auswirkte. Dabei wurde die gesamte Gattung der Ehrlichia von der Familie Rikettsiales zu den Anaplasmataceae übertragen. Des Weiteren wurde Ehrlichia phagocytophila und Ehrlichia equi in der Art Anaplasma phagocytophilum zusammengefasst.

4 Pathologie

Besonders bekannt sind die Ehrlichiosen beim Hund, aber auch Menschen können durch die Bakteriengattung Ehrlichia erkranken. Erkrankungen durch die eng verwandten Gattungen Neorickettsia und Anaplasma werden dabei häufig ebenfalls als Ehrlichiose bezeichnet. Beim Menschen werden folgende Krankheitsbilder unterschieden:

Ehrlichia-Bakterien werden von Zecken übertragen und parasitieren nach dem Eindringen in den Wirt in Monozyten oder Granulozyten. Die Infektion kann symptomatisch oder inapparent verlaufen. Bei immunsupprimierten Patienten kommen auch fulminante Verläufe vor.

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