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Ehrlichiose

1 Definition

Unter der Erlichiose versteht man eine Infektion mit Bakterien der Gattung Ehrlichia.

2 Pathogenese

Die Ehrlichien werden durch Zecken übertragen. Der Inokulation nach einem Zeckenstich folgt die hämatogene Ausbreitung in die retikuloendothelialen Organe. In diesen Organen befallen sie die Phagozyten, wobei sie innerhalb des betroffenen Phagozyten in Vakuolen liegen und sich dort zu Mikrokolonien, die auch als Morula bezeichnet werden, vermehren.

Man unterscheidet eine humane monozytäre Ehrlichiose, welche durch Ehrlichia chaffeensis hervorgerufen wird, von einer humanen granulozytären Ehrlichiose, die durch humane granulozytäre Ehrlichia verursacht wird.

3 Klinik

Viele Infektionen verlaufen klinisch ohne Symptome, wobei es jedoch bei Abwehrschwäche zu Fieber und Schüttelfrost sowie Arthralgien, Myalgien, Kopfschmerzen und Übelkeit kommen kann.

Als Komplikation können Sepsis, eine Pneumonie und Symptome im ZNS auftreten.

Letale Verläufe sind selten.

4 Nachweis

Im Blutbild sieht man eine Leukozytopenie und eine Thrombozytopenie, die erhöhten Leberwerten und einem erhöhten CRP begleitet werden. Ein molekularbiologischer sowie ein serologischer Nachweis sind möglich.

5 Therapie

Eine Infektion wird mit Chinolonen, Tetrazyklinen oder Rifampicin über ca. zwei Wochen behandelt.

Fachgebiete: Mikrobiologie

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