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Rickettsia rickettsii

1 Definition

Rickettsia rickettsii ist ein gramnegatives Bakterium aus der Familie der Rickettsien, welches beim Menschen das Rocky Mountain spotted fever (RMSF) auslöst.

2 Morphologie

Rickettsia rickettsii ist ein nicht-sporenbildender, aerober Erreger, der sich obligat intrazellulär vermehrt. Er hat eine Länge von 0,8-2,0 μm und einen Durchmesser von 0,3-0,5 μm. Die äußere Zellmembran besteht im Wesentlichen aus Lipopolysacchariden.

3 Übertragung

Die Übertragung erfolgt durch Vektoren, namentlich durch Zecken der Gattungen Dermacentor und Rhipicephalus. Die Rickettsien werden meist beim Biss durch den Speichel der Zecke übertragen. Ein alternativer Infektionsweg ist infizierter Kot der Zecke, der mit kleineren Hautwunden des Wirts in Berührung kommt.

4 Klinik

An der Einstich- bzw. Bissstelle entsteht ein Ulkus mit rotem Randsaum und zentraler Nekrose. Eine ZNS-Manifestation ist möglich.

5 Therapie

Therapeutisch behandelt man die Infektion mit einem Antibiotikum aus der Gruppe der Tetrazykline (z.B. Doxycyclin).

Diese Seite wurde zuletzt am 4. Juni 2020 um 15:12 Uhr bearbeitet.

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