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Rückfallfieber

Synonyme: Rekurrensfieber, Febris recurrens
Englisch: relapsing fever

1 Definition

Es gibt zwei Formen des Rückfallfiebers: das "epidemische Rückfallfieber" und das "tropisch endemische Rückfallfieber".

2 Erreger

Beide Formen werden durch Borrelien ausgelöst, die durch Kleiderläuse oder Zecken übertragen werden.

3 Symptomatik

Die Patienten sind schwer krank. Akuter Beginn mit hohem Fieber (> 40°C), Schüttelfrost, Tachykardie, Tachypnoe, Husten, Myalgie, Arthralgie, Photophobie, Bauchschmerzen, Hepatosplenomegalie und diffusen, petechialen Blutungen.

Dauer der ersten Fieberepisode 3-6 Tage, am Ende der Episode Auftreten eines petechialen oder makulösen Exanthems am Stamm. Zwischen dem 3 und 6 Tag kommt es zu einer raschen Entfieberung. Nach dem Intervall von 7–10 Tagen treten die Symptome erneut auf. Es folgen mehrere Attacken, die jedes mal milder ablaufen.

Bei ca. 30% der Patienten können schwere neurologische Symptome, wie Koma, Krampfanfälle oder Hemiplegie (Halbseitenlähmung) beobachtet werden.

Tödliche Komplikationen sind: ZNS-Beteiligung, Myocarditis mit Arrhythmie und Leberversagen.

4 Diagnostik

Die Erreger können mittels Dunkelfeldmikroskopie im peripheren Blut während der Fieberphasen direkt nachgewiesen werden. Die serologische Diagnostik ist unzuverlässig.

5 Therapie

Doxycyclin (z.B. Vibramycin® 2 x 100 mg) oder Makrolide (Erythromycin 3 x 500mg) für 7 Tage. Unter antibiotischer Therapie ist eine Jarisch-Herxheimer-Reaktion möglich.

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