Bitte logge Dich ein, um diesen Artikel zu bearbeiten.
Bearbeiten

Levofloxacin

Handelsnamen: Tavanic®, Levaquin® (USA) u.a.

1 Definition

Levofloxacin ist ein Antibiotikum, das zur Gruppe der Fluorochinolone gehört. Es gehört mit dem verwandten Moxifloxacin wegen der guten Wirksamkeit gegen Pneumokokken zu der Gruppe der sogenannten "Atemwegschinolone".

2 Chemie

Levofloxacin hat die Summenformel C18H20FN3O4 und eine molare Masse von 361,37 g/mol.

Klicken und ziehen, um das 3D-Modell auf der Seite zu verschieben.

Levofloxacin ist ein Enantiomer des Ofloxacins, wobei es im Vergleich zu diesem in vitro die doppelte Wirksamkeit erreicht und auch in höheren Dosen verabreicht werden kann.

3 Wirkmechanismus

Die Inhibition der Gyrase, einem Enzym, das für die Entdrillung des DNA-Doppelstranges im Rahmen der Replikation notwendig ist, führt dazu, dass dieser Vorgang nicht möglich ist. Das Wachstum des Erregers unterbleibt, so dass Levofloxacin insgesamt bakterizid wirkt.

4 Pharmakokinetik

Levofloxacin wird nach oraler Gabe schnell und vollständig resorbiert. Die Bioverfügbarkeit bei oraler Verabreichung ist mit der intravenösen Gabe vergleichbar. Die Plasmaproteinbindung liegt zwischen 24 und 38%. Im Lungengewebe konnten Gewebekonzentrationen nachgewiesen werden, die das doppelte bis fünffache des Plasmakonzentration erreichen.

Die Eliminationshalbwertzeit beträgt rund 6 bis 8 Stunden. Levofloxacin wird überwiegend (> 85%) unmetabolisiert über den Urin ausgeschieden.

5 Indikationen

Infektionen mit Moraxella catarrhalis oder Haemophilus influenzae werden mit Levofloxacin behandelt. Aber auch gegen Pneumokokken, Streptokokken oder Chlamydien ist der Arzneistoff wirksam. Folglich werden bakterielle Infektionen der Atemwege, jedoch auch des Gastrointestinaltrakts sowie Urogenitaltrakts mit Levofloxacin behandelt.

6 Nebenwirkungen

7 Kontraindikationen

8 Warnhinweise

Das BfArM wies im Oktober 2018 durch einen Rote-Hand-Brief auf ein erhöhtes Risiko für Aortenaneurysmen und -dissektionen unter Levofloxacin hin. Dieses Risiko besteht auch bei anderen systemisch oder inhalativ angewendeten Fluorchinolonen.[2]

9 Quellen

  1. Black Box Warning FDA (USA) v. 9.10.2008
  2. Rote-Hand-Brief zu systemisch und inhalativ angewendeten Fluorchinolonen: Risiko für Aortenaneurysmen und Aortendissektionen. Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Oktober 2018, abgerufen am 9.1.2019
Sehr geehrter Herr Dr. Kuhn, vielen Dank für Ihre Nachricht und den Hinweis zu möglichen Nebenwirkungen unter Levofloxacin. Zum Zwecke der Nebenwirkungsmeldung haben die beiden für die Sicherheit von Arzneimitteln zuständigen Bundesoberbehörden, BfArM und PEI, ein gemeinsames Online-Portal, wahlweise für Fach- oder Laienkreise adaptiert. Wir bitten Sie daher, Ihren Fall über einen der folgenden Links an die BfArM zu senden: Heilberufe: http://www.bfarm.de/DE/Arzneimittel/Pharmakovigilanz/RisikenMelden/uaw/_node.html Patienten: http://www.bfarm.de/DE/Arzneimittel/Pharmakovigilanz/RisikenMelden/NW-MeldungVerbr/_node.html Mit den besten Grüßen aus Köln
#2 am 18.01.2017 von Lisa Schönwälder (Mitarbeiterin von DocCheck)
Ich kann die überaus schmerzhafte und lange anhaltende (bisher 6 Wochen) Schädigung der Wadenmuskulatur und vor allem der Achillessehne aus eigener Erfahrung nur bestätigen. Ich rate dringend von der Anwendung bzw. der Einnahme von Levofloxacin. Das "Medikament" sollte nicht verschrieben werden.
#1 am 07.01.2017 von Dr. Walter Kuhn (Nichtmedizinische Berufe)

Um diesen Artikel zu kommentieren, melde Dich bitte an.

Klicke hier, um einen neuen Artikel im DocCheck Flexikon anzulegen.

Artikel wurde erstellt von:

Letzte Autoren des Artikels:

83 Wertungen (2.96 ø)

53.649 Aufrufe

Du hast eine Frage zum Flexikon?
Copyright ©2019 DocCheck Medical Services GmbH | zur mobilen Ansicht wechseln
DocCheck folgen: