Bis zum 10. Januar steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
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Bis zum 10. Januar steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.

Liebe Autoren,

Wir sind auf der Suche nach Schnee in Richtung Nordpol gefahren. Deswegen steht das Flexikon vom 14.12. bis 10.01.2019 nur im Lesemodus zur Verfügung. Ab dem 10. Januar könnt ihr wieder mit voller Kraft losschreiben.

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Bis bald
Euer Flexikon-Team

Intravenöse Immunglobuline

(Weitergeleitet von IVIG)

Synonyme: IVIG, Standardimmunglobuline

1 Definition

Intravenöse Immunglobuline, kurz IVIG, sind Konzentrate homologer (menschlicher) IgG-Antikörper. Sie sind eine Form der passiven Immunisierung und sind zur Substitutionsbehandlung bei verschiedenen angeborenen oder erworbenen Störungen der Antikörperbildung zugelassen.

2 Abgrenzung

Neben der intravenösen Gabe von Immunglobulinen ist auch die subkutane oder intramuskuläre Verabreichung von IgG möglich. Bei diesen Produkten spricht man entsprechend von subkutanen Immunglobulinen (SCIG) bzw. intramuskulären Immunglobulinen (IMIG).

3 Herstellung

Intravenöse Immunglobuline werden aus gepoolten Blutplasmaspenden von mehreren tausend Spendern gewonnen. Sie enthalten zu 95% hochkonzentrierte IgG-Antikörper, die aufgrund des Herstellungsprozesses polyklonal und polyvalent sind. In geringen Mengen sind auch IgA, IgE und IgM enthalten. Daneben gibt es spezielle IgM-angereicherte Immunglobuline mit einem Anteil von mehr als 10% IgM.

IVIG werden durch Zugabe von Hilfsstoffen stabilisiert, z.B. durch Sorbit oder Sucrose. Die Produkte sind chargendokumentationspflichtige Plasmaderivate.

4 Pharmakokinetik

Die Wirkungsdauer ist von der Halbwertszeit des IgG (ca. 23 Tage) abhängig, nur durch regelmäßige Applikation kann ein bestimmter (protektiver) Talspiegel überschritten werden.

5 Indikationen

6 Risiken

Das Infektionsrisiko durch intravenöse Immunglobuline ist durch das konsequente Spenderscreening, Quarantänelagerung und mehrstufige Virusinaktivierungsverfahren als sehr gering einzustufen.[1] Ein theoretisches Risiko stellt die Übertragung von Prionen dar.

Der IgA-Anteil kann bei autoimmun bedingtem IgA-Mangel zu einer Präzipitation von Autoantikörpern des Empfängers mit den IgA-Molekülen der Spender führen (Gefahr eines anaphylaktischen Schocks). Ein IgA-Mangel sollte daher vor Gabe von IVIG ausgeschlossen werden.

Weitere, seltene Risiken sind:

7 Probleme

8 Quellen

  1. Anforderungen an die Qualität von Immunglobulin-Präparaten
  2. Beauté J et al.: Economic evaluation of immunoglobulin replacement in patients with primary antibody deficiencies, Clinical and experimental immunology, 2010
  3. Immunglobuline: Indikation genau stellen, Deutsches Ärzteblatt 2007

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