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Virusinaktivierung

Englisch: virus inactivation

1 Definition

Unter dem Begriff Virusinaktivierung werden Methoden zusammengefasst, die dazu führen, dass pathogene Viren ihre Infektiosität verlieren.

2 Hintergrund

Die Virusinaktivierung dient u.a. der Desinfektion von Medizinprodukten und wird vor allem in der Herstellung von Totimpfstoffen und der Aufbereitung von Blutkonserven angewendet. Hier spielt die potentielle Gefahr einer Übertragung von Viren wie HIV und Hepatitis C vom Spender auf einen Empfänger eine besondere Rolle. Die Virusinaktivierung ist von der Virusentfernung zu unterscheiden. Bei der Inaktivierung wirken die Methoden so auf die Viren ein, dass sie ihre Fähigkeit verlieren, infektiös zu sein, die Viren verbleiben aber im bzw. am Material. Bei der Virusentfernung wird der Virus tatsächlich entfernt.

3 Methoden

Die Effektivität und Anwendbarkeit der verschiedenen Methoden hängt vom Virustyp und vom zu behandelnden Produkt ab. Gängige Methoden lassen sich nach ihren Prinzipien unterscheiden:

  • Thermische Methoden
    • Verbrennen
    • Kochen
    • Dampfdesinfektionsverfahren
    • Dampf-Strömungsverfahren
  • Chemische Methoden zur Instrumenten-, Flächen- und Händedesinfektion
  • Physikalische Methoden
    • Behandlung mit UV-Licht

Generell greifen die Methoden die Viren über einen der folgenden Mechanismen an:

4 Quellen

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