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Posttransfusionelle Purpura

Abkürzung: PTP

1 Definition

Als posttransfusionelle Purpura wird eine Sonderform der Immunthrombozytopenie bezeichnet, die einige Tage nach Transfusion von zellulären Blutprodukten (Erythrozytenkonzentrate, Thrombozytenkonzentrate) auftritt. Die Thrombozytenzahl kann auf sehr niedrige Werte fallen (um 10.000 pro µl), begleitet von Blutungssymptomen (Purpura).

2 Pathomechanismus

Der genaue Pathomechanismus ist nicht geklärt. Die wahrscheinlichste Hypothese ist, dass der Patient durch vorherige Transfusionen oder Schwangerschaften gegen bestimmte Thrombozytenantigene immunisiert wurde. Die auslösende Transfusion boostert diese Antikörper. Die Antikörper sind zwar gegen das Fremdantigen gerichtet, weisen aber auch eine Autoimmunkomponente - möglicherweise eine echte Kreuzreaktivität - auf und führen daher zur Zerstörung der eigenen Thrombozyten.

3 Klinische Bedeutung

Das Phänomen ist selten. Wenn der Patient mit Heparin behandelt wird, muss differentialdiagnostisch eine Heparin-induzierte Thrombozytopenie ausgeschlossen werden.

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