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Kreuzreaktivität

1 Definition

Als Kreuzreaktivität bezeichnet man die Fähigkeit eines Antikörpers, mit unterschiedlichen Antigenen Bindungen einzugehen. Die Bindungsstellen der Antigene (Epitope) weisen dabei untereinander identische oder ähnliche molekulare Strukturen auf.

siehe auch: Kreuzimmunität

2 Klinik

Die Kreuzreaktivität von Antikörpern ist Ursache verschiedener Krankheitsbilder, z.B. des rheumatischen Fiebers nach Infektion mit A-Streptokokken oder der dilatativen Kardiomyopathie nach Infektion mit Trypanosoma cruzi (Chagas-Krankheit).

3 Labordiagnostik

Die Kreuzreaktivität kann ein Grund für eine geringe Spezifität bei der Durchführung immunologischer Tests sein. Bei der Herstellung von Immunseren, die man bei serologischen Testverfahren einsetzt, werden in der Regel Antigene verwendet, die eine Vielzahl von Epitopen besitzen. Deshalb enthalten die von diesen Antigenen abgeleiteten Immunseren immer eine Mischung aus verschiedenen Antikörpern, sofern es sich um Seren humanen oder tierischen Ursprungs handelt.

Für kommerzielle Tests werden allerdings überwiegend monoklonale Antikörper verwendet. Diese gehen normalerweise auf umfangreiche Versuchsreihen zur Optimierung der Spezifität zurück und sind identisch und chargenstabil. Bei großer Ähnlichkeit der Antigene können aber auch solche Antikörper eine Kreuzreaktivität aufweisen.

Wenn diese Antikörper mit einem ähnlichen Antigen reagieren, statt dem zu prüfenden Antigen, ist das Ergebnis aufgrund der Kreuzreaktivität falsch positiv.

Diese Seite wurde zuletzt am 5. August 2020 um 11:57 Uhr bearbeitet.

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