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Aneurysmatische Knochenzyste

1 Definition

Unter einer aneurysmatischen Knochenzyste versteht man eine exzentrisch in der Metaphyse zu findende aggressiv wachsende Zyste. Nach Abschluss der Wachstumsphase kann die Zyste ebenfalls in die Epiphyse reichen.

2 Epidemiologie

Etwa ein bis zwei Prozent aller Knochentumoren sind aneurysmatische Knochenzysten, wobei in achtzig Prozent der Fälle Patienten unter dem zwanzigsten Lebensjahr betroffen sind. Es besteht keine Geschlechtsprädisposition.

3 Klinik

Die betroffenen Patienten klagen über Schmerzen, die vor allem im Femur, der Tibia und den dorsalen Anteilen der Wirbelsäule, den häufigsten Manifestationsorten der aneurysmatischen Knochenzyste, auftreten. Schwellungen sind möglich.

4 Bildgebung

Das Röntgenbild zeigt eine Osteolyse mit bis auf die Periostschale verdünnter Kortikalis. Zur Diagnose führt in der Regel die Biopsie.

5 Differenzialdiagnose

Differenzialdiagnostisch sollte an die juvenile Knochenzyste, die fibröse Dysplasie sowie an den Riesenzelltumor gedacht werden.

6 Therapie

In der Regel erfolgt die Kürettage mit Spongiosaplastik. Eine Auffüllung durch Zement ist ebenfalls möglich. Bei Befall der Fibula oder auch der Rippen kann auch eine En-bloc-Resektion durchgeführt werden.

7 Prognose

Bei einem Prozent kommt es zu einer malignen Entartung. Rezidive treten bei jedem fünften Patienten auf.

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