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Juvenile Knochenzyste

Synonym: einfache Knochenzyste, solitäre Knochenzyste

1 Definition

Unter einer juvenilen Knochenzyste versteht man eine sich in der Metaphyse langer Röhrenknochen befindende zystische Hohlraumbildung. In achtzig Prozent der Fälle sind die proximalen Anteile von Femur und Humerus betroffen.

2 Epidemiologie

Die juvenile Knochenzyste macht drei Prozent aller Knochentumoren aus, wobei weibliche Patienten seltener als männliche Patienten betroffen sind. Am häufigsten findet man die Zyste bei 10- bis 15-jährigen Patienten.

3 Klinik

Die juvenile Knochenzyste bereitet in der Regel keine Schmerzen, kann aber zu pathologischen Frakturen führen. Häufig stellt sie auch einen Zufallsbefund im Röntgenbild dar.

4 Bildgebung

Im Röntgenbild zeigt sich eine Osteolyse, die scharf begrenzt ist. Die Kortikalis ist verdünnt und der Knochen kolbig aufgetrieben. Die Ausbildung von Pseudosepten ist möglich. Die Zyste enthält eine klare Flüssigkeit von gelb-grüner Farbe.

5 Differenzialdiagnose

Differenzialdiagnostisch sollte an eine fibröse Dysplasie, an ein Chondromyxoidfibrom und an eine aneurysmatische Knochenzyste gedacht werden.

6 Therapie

Da eine spontane Rückbildung der Zyste möglich ist, muss eine Therapie nicht zwangsläufig erfolgen. Die Implantation einer Hohlschraube, die Instillation von Cortison sowie eine Fraktur können zur Ausheilung führen. Die Kürettage und die Auffüllung mit Spongiosa sind die sichersten Behandlungsmethoden.

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