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Akute Pharyngitis

Synonym: Rachenentzündung
Englisch: acute pharyngitis

1. Definition

Bei der akuten Pharyngitis handelt es sich um eine starke Entzündung der Rachenschleimhaut, die oft zusätzlich zu allgemeinen Entzündungen im Hals-Rachen-Raum auftritt.

2. Ursachen

Häufigste Auslöser einer akuten Pharyngitis sind Viren wie das Influenza- oder Parainfluenzavirus, Rhinovirus, Coronavirus und Adenovirus. Aber auch eher untypische Erreger wie das Herpes-simplex-Virus, das Coxsackie-Virus oder das ECHO-Virus können zu der Entstehung einer akuten Pharyngitis führen. Das Epstein-Barr-Virus, auch Humanes Herpesvirus 4 (HHV 4) genannt, und das Masern- und Rötelnvirus, die an sich zur Gruppe der Parainfluenzaviren gehören, können neben einer systemischen Erkrankung eine akute Pharyngitis verursachen. Aufgrund des in diesem Zustand bereits geschwächten Immunsystems können zusätzliche Entzündungen durch Bakterien wie Streptokokken, Haemophilus influenzae oder Pneumokokken Ursache einer bakteriellen Superinfektion sein, die oft letal verläuft.

3. Symptome

Eine akute Pharyngitis geht mit Halsschmerzen und starken Schmerzen beim Schlucken einher, was letztendlich die Nahrungsaufnahme behindert. Begleitsymptome sind oft hohes Fieber, stark geschwollene und schmerzempfindliche Lymphknoten (Lymphadenopathie), aber auch Ohrenschmerzen können auftreten. Durch eine Schwellung des Rachens und Gaumensegels (Velum palatinum) kann auch die Atmung des Betroffenen erschwert sein. Komplikationen in Form eines Kehlkopfödems sind möglich.

4. Diagnose

Die akute Pharyngitis kann durch eine Spiegeluntersuchung (Racheninspektion) diagnostiziert werden. Dabei fällt eine stark gerötete, geschwollene Rachenschleimhaut auf, auf der oft ein zäher und klebriger Schleim aufliegt. Da die Halslymphknoten meistens zusätzlich geschwollen sind, lassen sich diese gut ertasten. Wichtig ist, dass man die akute Pharyngitis von anderen Krankheiten mit ähnlichem Erscheinungsbild wie Masern, Röteln, Scharlach, einer Seitenstrangangina oder Tonsillitis abgrenzt (Differentialdiagnose).

5. Therapie

Leichte und mittelschwere Fälle einer akuten Pharyngitis lassen sich symptomatisch behandeln. Dabei können desinfizierende Lösungen zum Gurgeln verabreicht werden oder auch Lutschbonbons mit anästhesierendem Effekt gegen die Schmerzen. Auch Inhalationen mit Kamille-oder Salbei-Tees erweisen sich ggf. als effizient. Im Allgemeinen wird davon abgeraten, für die Dauer der Erkrankung zu rauchen, alkoholhaltige Getränke oder scharf gewürzte Nahrung zu sich zu nehmen, um die Rachenschleimhaut nicht noch weiter zu reizen.

Bei bakteriellen Superinfektionen ist eine zusätzliche Therapie mit Antibiotika notwendig, z.B. mit Penicillin, Erythromycin oder Cefadroxil. Im Idealfall erfolgt die Wahl des Antibiotikums in Abhängigkeit vom bakteriologischen Befund eines Rachenabstrichs. Bei hohem Fieber und Schmerzen können zusätzlich NSAR (z.B. Ibuprofen, Acetylsalicylsäure) oder Paracetamol eingesetzt werden.

Ist die akute Pharyngitis nur eine Begleiterkrankung, wird in erster Linie die Grunderkrankung behandelt.

5.1. Anästhesierende und antiphlogistische Lokaltherapie

Zur lokalen Schmerzlinderung werden Lösungen und Lutschtabletten eingesetzt, wie z.B.

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