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Urothelzellkarzinom

(Weitergeleitet von Transitionalzellkarzinom)

Synonym: Transitionalzellkarzinom, Urothelkarzinom

1 Definition

Das Urothelzellkarzinom ist ein vom Urothel ausgehendes Karzinom.

2 Ätiologie und Pathogenese

Der Altersgipfel dieser malignen Neoplasie des Urothels liegt zwischen dem 60. und 70. Lebensjahr. Männer sind häufiger betroffen als Frauen. Das Harnblasenkarzinom liegt bei den über 75-Jährigen als Krebstodesursache an fünfter Stelle.

Als Risikofaktoren für das Entstehen des Urothelkarzinoms werden chronische Entzündungen (zum Beispiel Divertikulitis, Urolithiasis oder Bilharziose, Leukoplakien) sowie ß-Napthalin, ein kanzerogenes Abbauprodukt des Anilins, genannt.

Darüber hinaus werden auch Teerprodukte, Phenacetinabusus oder Benzidin zu den Risikofaktoren gerechnet.

3 Morphologie

Über neunzig Prozent der Urothelzellkarzinome sind in der Harnblase lokalisiert. Ebenso wie die Urothelpapillome sind sie an der Harnblasenrückwand oder der Harnblasenseitenwand zu finden.

Meist ist ihr Wachstum papillär, seltener ist ein Wachstum als solider Tumor zu beobachten.

Die Metastasierung erfolgt lymphogen und hämatogen. Die lymphogene Metastasierung erfolgt bereits sehr früh. Dagegen findet die hämatogene Metastasierung in Leber, Lunge und Knochen erst in einem sehr späten Stadium statt.

4 Symptome

Es lässt sich, analog zu den Papillomen, eine schmerzlose Hämaturie beobachten. Im fortgeschritten Stadium tritt zusätzlich eine Dysurie auf.

Durch Sonographie und Urographie lässt sich der Tumor nachweisen, die Dignität des Tumors wird durch die Analyse einer zystoskopisch entnommenen Biopsie des betroffenen Areals bestimmt.

5 Therapie

Bei nicht invasiven Formen reicht manchmal eine lokale Resektion aus. Im Falle eines invasiven Karzinoms ist die Zystektomie mit folgender Radiatio oder Chemotherapie Mittel der Wahl.

6 Prognose

Die Prognose für das Urothelkarzinom ist wie bei allen Karzinomen abhängig vom Tumortyp, vom Wachstumstyp, vom Grad der Differenzierung sowie von der Ausbreitung nach der TNM-Klassifikation ab.

Die 5-Jahres-Überlebensrate liegt zwischen 20 und 80 Prozent.

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