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Rückenmarksinfarkt

Synonyme: Apoplexia spinalis, spinale Ischämie
Englisch: spinal cord infarction

1 Definition

Unter einem Rückenmarksinfarkt versteht man eine ischämische Schädigung des Rückenmarks durch den Verschluss versorgender Arterien. Ihre Extremform ist der spinale Schock.

2 Anatomie

Das Rückenmark wird ventral von der unpaaren Arteria spinalis anterior versorgt, dorsal von der linken und rechten Arteria spinalis posterior, die untereinander Anastomosen bilden. Aufgrund dieser Durchblutungssituation treten Ischämien im ventralen Bereich des Rückenmarks häufiger auf.

3 Ätiologie

Einem Rückenmarksinfarkt können verschiedene Ursachen zugrunde liegen, z.B.:

4 Pathogenese

Das Rückenmark toleriert wie das übrige ZNS eine Unterbrechung des Blutflusses in den Rückenmarksgefäßen (z.B. Arteria spinalis anterior) nur für kurze Zeit. Die gemeinsame pathophysiologische Endstrecke der o.a. Ursachen ist eine irreversible Schädigung der Neurone im Rückenmark durch den verminderten Blutfluss.

5 Symptome

Ein Rückenmarksinfarkt verursacht neurologische Ausfälle, deren Art und Umfang von der Lokalisation des Arterienverschlusses abhängig sind. Die Symptome eines ventralen Gegäßverschlusses fasst man als Arteria-spinalis-anterior-Syndrom, die des dorsalen entsprechend als Arteria-spinalis-posterior-Syndrom zusammen. Typisch sind Paresen, Sensibilitätsstörungen, Parästhesien und Schmerzen.

6 Diagnostik

7 Differentialdiagnose

8 Therapie

Die Therapie richtet sich nach der auslösenden Ursache. Aufgrund der geringen Ischämietoleranz des Rückenmarks ist eine schnelle Intervention notwendig.

9 Prognose

Verlorenes Nervengewebe wird funktionell nicht mehr ersetzt, sodass es wie bei der traumatischen Querschnittslähmung zu bleibenden Ausfällen kommen kann. Meist ist eine lange Rehabilitationsphase notwendig.

Fachgebiete: Neurologie

Diese Seite wurde zuletzt am 2. Mai 2021 um 10:46 Uhr bearbeitet.

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