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Plasminogen

1 Definition

Plasminogen ist die inaktive Vorstufe (Proenzym) des Plasmins, des Schlüsselenzyms der Fibrinolyse.

2 Hintergrund

Für die physiologische Aktivierung des Plasminogens in vivo werden bestimmte Enzyme benötigt, z.B. der gewebespezifische Plasminogenaktivator (tPA) oder die Urokinase. Zusätzlich kann für therapeutische Zwecke Streptokinase zur Aktivierung verabreicht werden. Erst durch die Aktivierung ist Plasmin in der Lage, fibrinolytisch zu wirken.

3 Labordiagnostik

Die Messung der Plasminogenkonzentration erfolgt über einen Test, in dem sich ein Plasminogenaktivator und ein chromogenes Substrat befinden. Zuerst wird das Plasminogen durch den Aktivator zu Plasmin umgewandelt, der das chromogene Substrat hydrolysiert, wodurch die Extinktion der Probe ansteigt.

4 Indikation

Bestimmte Erkrankungen oder Zustände führen zu einer veränderten Plasminogenkonzentration, wodurch entweder eine Blutungsneigung entsteht, oder die Patienten zu einer Thrombophilie neigen. Dazu gehören z.B. hereditäre Defekte, Leberschäden, genereller Plasminogenmangel oder eine fibrinolytische Therapie.

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