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Thrombus

von altgriechisch: θρόμβος ("thrombos") - Klumpen
Synonyme: Gerinnsel, Blutgerinnsel
Englisch: thrombus, clot

1 Definition

Ein Thrombus ist ein durch intravasale Gerinnung im Blutkreislauf entstandenes Blutgerinnsel. Ein extravasales Blutgerinnsel bezeichnet man demgegenüber als Koagel.

siehe auch: Thrombose

2 Einteilung

2.1 ...nach Pathophysiologie

2.1.1 Abscheidungsthrombus

Ein Abscheidungsthrombus oder Plättchenthrombus bildet sich auf der Basis einer Schädigung des Endothels. Dadurch lagern sich Thrombozyten an die subendothelialen Strukturen an. Die nun aktivierten Thrombozyten haften aneinander ("Thrombozytenaggregation") und setzen verschiedene Aktivatoren des Gerinnungssystems frei, die zu der Bildung eines Fibrinnetzes um das Thrombozytenaggregat führen. Wegen der hellen Farbe der Thrombozyten wird der Abscheidungsthrombus auch als "weißer Thrombus" bezeichnet. Er hat eine brüchige bis feste Konsistenz und entsteht vor allem über atherosklerotischen Endothelläsionen im arteriellen System.

2.1.2 Gerinnungsthrombus

Beim Gerinnungsthrombus oder Stagnationsthrombus kommt es durch Verlangsamung oder Stase des Blutflusses u.a. zu einer lokalen Hypoxie, welche das Gerinnungssystem aktiviert. Im betroffenem Bereich gerinnt dabei teilweise eine ganze Blutsäule. Der Thrombus hat keine Verbindung zur Gefäßwand und entspricht daher in seiner Zellzusammensetzung und Farbe dem normalen Blut. Er heißt auch "roter Thrombus" und kommt vor allem im venösen System vor.

2.1.3 Gemischter Thrombus

Die Bildung eines Abscheidungsthrombus führt zur Störung des Blutflusses mit der Ausbildung eines sekundären Gerinnungsthrombus. Morphologisch lässt sich ein heller "Kopf" (weißer Thrombus) von einem dunklen "Schwanz" (roter Thrombus) abgrenzen.

2.2 ...nach Lokalisation

Ältere verkalkte Thromben in Venen bezeichnet man als Phlebolithen.

2.3 ...nach Morphologie

2.4 ...nach Zusammensetzung

3 Verlauf

Ein Thrombus kann prinzipiell durch das Fibrinolysesystem des Körpers wieder abgebaut werden. Die Vollständigkeit dieses Vorganges hängt von Alter und Größe des Thrombus ab. Thromben, die sich nicht fibrinolytisch abbauen lassen, werden im weiteren Verlauf bindegewebig organisiert. Therapeutisch kann der Abbau eines Thrombus durch eine medikamentöse Thrombolyse forciert werden.

4 Komplikationen

Verbleibt der Thrombus im Gefäß, kann er je nach Lokalisation und Größe klinisch unauffällig bleiben oder den Blutzufluss bzw. -abfluss behindern und ganz zum Erliegen bringen. Dies ist mit entsprechenden Schäden der betroffenen Organe verbunden. Teile des Thrombus können sich jedoch auch ablösen und werden vom Blutstrom in englumigere Gefäßabschnitte verschleppt, wo sie einen Verschluss verursachen. Je nach Lokalisation des Verschlusses sind z.B. Herzinfarkt, Lungenembolie oder Apoplex die Folge.

5 Differentialdiagnose

Von echten Thromben abgegrenzt werden sog. Pseudothromben, die als Artefakte bei der Kontrastmitteldarstellung von Gefäßen auftreten.

Diese Seite wurde zuletzt am 9. Februar 2022 um 20:33 Uhr bearbeitet.

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