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Moosfaser (Kleinhirn)

Englisch: mossy fiber

1 Definition

Als Moosfasern bezeichnet man zusammenfassend alle Afferenzen, die zum Kleinhirn ziehen und nicht zu den Kletterfasern gezählt werden. Die Kerne der Moosfasern liegen somit in pontinen Kerngebieten, den Vestibulariskernen und im Rückenmark.

2 Histologie

Moosfasern übertragen die für die Motorik relevanten neuronalen Reize als Muster in das Kleinhirn. Dort verschalten die Moosfasern vor allem auf die cerebellären Körnerzellen im Stratum granulosum und erregen somit indirekt die Purkinjezellen. Der Neurotransmitter der Moosfasern ist Glutamat. Ihre Anzahl wird auf etwa 50 Millionen Fasern geschätzt.

Die Axone der Körnerzellen steigen im Stratum moleculare in Richtung der Kleinhirnoberfläche auf und teilen sich dort T-förmig in die so genannten Parallelfasern. Zusammen bezeichnet man die beiden Fasersyteme als Moosfaser-Parallelfaser-System.

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Fachgebiete: Neurologie

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