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Kletterfaser

Englisch: climbing fibres

1 Definition

Als Kletterfasern bezeichnet man die Afferenzen des kontralateralen unteren Olivenkernkomplexes (Nuclei olivares inferiores) in der Medulla oblongata, welche u.a. zu den Purkinje-Zellen im Kleinhirn klettern und dort exzitatorisches Aspartat oder Glutamat freisetzen.

2 Anatomie

Die Kletterfasern sind die Nervenfasern, die über den Tractus olivocerebellaris in das Kleinhirn ziehen. Sie entsenden Kollateralen an die Kleinhirnkerne (Nucleus emboliformis und Nucleus globosus) und enden im Stratum moleculare der Kleinhirnrinde (Cortex cerebelli) an den Dendriten der Purkinje-Zellen. Ihren Namen haben sie daher, dass sie den Dendritenbaum der Purkinje-Zellen regelrecht umschlängeln. Eine Kletterfaser hat dabei exzitatorische synaptische Kontakte mit jeweils einer oder mehreren Purkinje-Zellen. Die Angaben dazu gehen in verschiedenen Lehrbüchern auseinander. Als Neurotransmitter wird Asparaginsäure verwendet.

siehe auch: Moosfasern

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