Innere Medizin
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Synonym: "Innere"
Englisch: internal medicine
Definition
Die Innere Medizin ist ein Teilgebiet der Medizin, das sich mit der Prävention, Diagnostik und nicht-operativen Behandlung der Krankheiten innerer Organe beschäftigt.
Aufgaben
Die Innere Medizin erfüllt unter anderem folgende Aufgaben:
- Diagnostik internistischer Leitsymptome wie Thoraxschmerz, Dyspnoe, Fieber oder Gewichtsverlust
- Therapie akuter und chronischer Erkrankungen, z.B. von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Stoffwechselerkrankungen oder Infektionen
- Langzeitbetreuung chronisch kranker Patienten, insbesondere bei Diabetes mellitus, Herzinsuffizienz oder Chronisch obstruktive Lungenerkrankung
- Prävention und Früherkennung internistischer Erkrankungen (z.B. Vorsorgeuntersuchungen)
- Koordination interdisziplinärer Behandlungskonzepte, z.B. mit Radiologie, Chirurgie oder Neurologie
- Intensivmedizinische Versorgung im Rahmen der internistischen Intensivmedizin
Teilgebiete
Wichtige Teilgebiete der Inneren Medizin sind:
Untersuchungsmethoden
Die Basisdiagnostik der Inneren Medizin umfasst die Anamnese und die körperliche Untersuchung. Darüber hinaus spielen Laboruntersuchungen und apparative Verfahren eine wichtige Rolle. Zu letzteren zählen u.a.:
- EKG
- Ergometrie
- Ultraschall
- B-Mode
- Doppler
- Echokardiografie
- TEE (transösophageale Echokardiographie)
- Endoskopie
- Knochenmarksuntersuchungen
- Herzkatheteruntersuchung
- Lungenfunktionsuntersuchung
Trends
Die Innere Medizin hat sich in den letzten Jahren stark weiterentwickelt und ist durch mehrere strukturelle und inhaltliche Trends geprägt:
- Es erfolgt eine immer stärkere Aufspaltung in die organbezogenen Fachgebiete
- Internisten können sowohl in der hausärztlichen (primärärztlichen) als auch in der fachärztlichen Versorgung tätig sein. Je nach Versorgungsbereich bestehen Unterschiede im Leistungsspektrum, die insbesondere durch das Abrechnungssystem der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) beeinflusst werden.
- Die Methoden der Inneren Medizin werden zumindest in den Spezialbereichen immer invasiver, so dass man sie auch in den Komplikationsraten mit kleineren Operationen vergleichen kann. Dies gilt insbesondere im Bereich der Kardiologie und der Gastroenterologie.
- Die Patientenversorgung erfolgt zunehmend interdisziplinär, insbesondere in spezialisierten Zentren, während in kleineren Einrichtungen teilweise auch fachübergreifende Tätigkeiten übernommen werden.
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