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Osteologie

von griechisch: osteon - Knochen; logos - Lehre
Englisch: osteology

1 Definition

Die Osteologie ist die Lehre der Knochen und damit vom gesamten Skelettsystem. Sie beschäftigt sich mit dem Aufbau, den Formen sowie auch dem Vergleich von Knochen verschiedener Spezien.

2 Hintergrund

Das menschliche, knöcherne Skelett besteht aus ca. 200 Knochen unterschiedlicher Gestalt. Eine bewegliche Verbindung zwischen Knochen oder Knorpel bezeichnet man als Gelenk. Insgesamt machen die Knochen ungefähr 10% der Gesamtkörpermasse aus.

Knochen sind im Allgemeinen paarig angelegt, außer Wirbel, Schädel und Brutsbein. Nicht zum Skelett werden knöcherne Organeinlagerungen gezählt, wie zum Beispiel, der Penisknochen der Fleischfresser, der Herzknochen beim Rind oder aber auch der Rüsselknochen beim Schwein.

3 Einteilung

Man unterteilt Knochen nach ihrer äußeren Form in Knochenkategorien:

  • Ossa longa, Röhrenknochen: langer, häufigster Knochentyp, Aufbau mit Diaphyse und 2 Epiphysen, Diaphyse mit Substantia compacta die Markhöhle umgebend, Epiphyse mit dünner Compacta ausgefüllt mit Spongiosa
  • Ossa brevia, kurze Knochen: Unregelmäßige würfelige Gestalt, besteht aus Spongiosa mit Corticalisüberzug
  • Ossa plana, platte Knochen: zwei kompakte Knochentafeln, geringe Spongiosa, die Diploe
  • Ossa irregularia, unregelmäßige Knochen: kompliziert gestaltet, einzel entsprechen sie platten Knochen
  • Ossa pneumatica, lufthaltige Knochen: Kommen als platte Kopfknochen vor, hier weichen Knochentafeln unter Schwund von Spongiosa auseinander, so entstehen Hohlräume, z. B Sinus pranasales
  • Ossa sesamoidea, Sesam- oder Sehnenbeine: Einlagerung von Knochengewebe in eine Sehne, besteht aus Knorpel oder Knochen, im Bereich des Sehnenursprunges oder Sehnenansatzes, dienen als knöchernde Unterlage oder Teil von Gelenken

4 Beispiele

Typ Beispiel
Ossa longa Femur, Tibia
Ossa brevia Metacarpalknochen, Metatarsalknochen, Phalanges
Ossa planta Scapula, Rippen
Ossa irregularia Wirbel, Schädelknochen, Zungenbein
Ossa pneumatica Os ethmoidale, Sinus paranasales, Conchen
Ossa sesamoidea Patella, Os carpi accesorium, Strahlbein beim Pferd

5 Knochenmorphologie

Knochen weisen je nach Funktionsgefüge und Wirkung im Skelett verschiedene Abwandlungen in ihrem Grundaufbau auf. Grundsätzlich lassen sich bei Röhrenknochen in der Wachstumsphase Dia-, Meta- und Epiphyse unterscheiden. Kleinere Ossifikationszentren, die Apophysen, bilden Vorsprünge, die als Ansätze für Sehnen oder Bänder dienen. Typische Merkmale von Knochen in der deskriptiven Anatomie sind:

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