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Dimethylfumarat

(Weitergeleitet von Fumarsäuredimethylester)

Synonym: Fumarsäuredimethylester

1 Definition

Dimethylfumarat ist ein Diester, der aus Fumarsäure und 2 Molekülen Methanol entsteht, und als Arzneistoff eingesetzt wird.

2 Indikation

Zusammen mit anderen Estern der Fumarsäure wird der Wirkstoff aufgrund seiner immunmodulatorischen Eigenschaften zur Therapie der Psoriasis und der Multiplen Sklerose eingesetzt.

3 Wirkmechanismus

Der Wirkmechanismus ist noch nicht vollständig geklärt. Man nimmt an, dass die immunmodulatorischen und antioxidativen Effekte von Dimethylfumarat durch Interaktion mit dem intrazellulären Thiol-System zustand kommen.

Bei Multipler Sklerose (MS) soll Dimethylfumarat den Nrf2-Signalweg aktivieren, und so immunmodulatorisch und entzündungshemmend wirken. Nrf2 ist ein Transkriptionsfaktor, dessen Aktivierung die Transkription von Genen anstößt, die antiinflammatorische und antioxidative Proteine kodieren.

4 Nebenwirkungen

2013 wurden im New England Journal of Medicine vier Fallberichte publiziert, die über die Entwickung einer progressiven multifokalen Leukenzephalopathie (PML) unter Einahme von Dimethylfumarat (Fumaderm®) zur Psoriasis-Behandlung berichten.[1]

Im Dezember 2014 veröffentlichte der Hersteller einen Rote-Hand-Brief zu Tecfidera®, nachdem eine MS-Patientin an den Folgen eimer PML nach 4,5-jähriger Gabe des Arzneimittels (worunter 3,5 Jahre eine Lymphopenie bestand) verstorben war. [2]

5 Quellen

  1. Bericht im Deutschen Ärzteblatt
  2. Rote-Hand-Brief zu Tecfidera®

Fachgebiete: Biochemie

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