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Dexrazoxan

Handelsname: Cardioxane®
Englisch: dexrazoxane

1 Definition

Dexrazoxan ist ein EDTA-Analogon aus der Gruppe der Zytoprotektiva und kommt zur Risikoreduktion einer Anthrazyklin-induzierten Kardiotoxizität bei Krebspatienten zum Einsatz.

2 Indikationen

Der Arzneistoff ist im Rahmen der Prävention kardiotoxischer Effekte der verwendeten Anthrazykline bei Patienten mit einem fortgeschrittenen beziehungsweise metastasierten Karzinom indiziert.

Bei erwachsenen Patienten ist die Anwendung von Dexrazoxan auf fortgeschrittenen und/oder metastasierten Brustkrebs beschränkt. Die Anwendung in Kombination mit einer adjuvanten Brustkrebstherapie oder Chemotherapie mit kurativer Zielsetzung wird nicht empfohlen.[1]

Des Weiteren wird Dexrazoxan als Therapie bei einem Anthrazyklin-Paravasat eingesetzt, um das Ausmaß der folgenden Gewebeschädigung zu reduzieren.

3 Pharmakokinetik

Das Arzneimittel wird in Form eines Pulvers zur Herstellung einer Infusionslösung für die intravenöse Applikation verwendet. Dexrazoxan weist eine Bioverfügbarkeit von fast 100% auf. Im Blut liegt der Wirkstoff zu weniger als 2% an Plasmaproteine gebunden vor. Die Metabolisierung erfolgt hepatisch. Die Plasmahalbwertszeit beträgt durchschnittlich zwei Stunden. Der Wirkstoff wird zu 42% renal eliminiert.

4 Wirkmechanismus

Der Eisenchelator Dexrazoxan fängt Eisenionen in den Herzzellen ab und verhindert dadurch deren Einbindung in die Anthrazyklin-induzierte Bildung toxischer Radikale. Auf diese Weise wirkt es kardioprotektiv.

5 Dosierung

Die minimale kumulative Anthrazyklindosis vor Anwendung von Dexrazoxan beträgt 300 mg/m2 Doxorubicin oder 540 mg/m2 Epirubicin. Das empfohlene Dosierungsverhältnis für Dexrazoxan:Doxorubicin und für Dexrazoxan:Epirubicin beträgt 10:1.[1]

6 Unerwünschte Arzneimittelwirkungen

7 Kontraindikationen

8 Quellen

  1. 1,0 1,1 1,2 Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ): Rote-Hand-Brief zu Dexrazoxan vom 18.07.2011 (PDF)

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