Bis zum 10. Januar steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
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Liebe Autoren,

Wir sind auf der Suche nach Schnee in Richtung Nordpol gefahren. Deswegen steht das Flexikon vom 14.12. bis 10.01.2019 nur im Lesemodus zur Verfügung. Ab dem 10. Januar könnt ihr wieder mit voller Kraft losschreiben.

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Euer Flexikon-Team

CTLA-4

1 Definition

CTLA-4, kurz für "cytotoxic T-lymphocyte-associated Protein 4", ist ein Oberflächenprotein auf T-Zellen, das an der Immunregulation beteiligt ist und zur Immunglobulin-Superfamilie gehört. Entsprechend der CD-Nomenklatur wird es als CD152 bezeichnet.

2 Funktion

Für das Zustandekommen und die Aufrechterhaltung einer immunologischen Synapse sind mehrere Signale zuständig. Eines davon ist die Bindung von CD80 und CD86 an CD28, was proliferative Kaskaden in Gang setzt. CTLA-4 wirkt an dieser Stelle antagonistisch: Es erlaubt die Bindung von CD80 und CD86, besitzt jedoch den gegenteiligen Effekt. Es ist strukturell mit CD28 verwandt, bindet CD80 und CD86 jedoch mit höherer Affinität.

Die Bildung des CD80/CD86/CTLA-4 Komplexes führt zur Aktivierung der Proteinkinase C-epsilon (PRKCE), die mit einer Downregulation der Proliferation der aktivierten T-Zelle einhergeht. In der Folge kommt es zur Verringerung der Stimulation antigenpräsentierender Zellen, was eine überschießende Immunantwort verhindert. Jede Aktivierung des T-Zell-Rezeptors führt auch zu einer geringgradigen Aktivierung von CTLA-4.

Natürliche regulatorische T-Zellen exprimieren verstärkt CTLA-4, ebenso findet sich das Molekül auf T-Helferzellen.

3 Immungenetik

Die Expression erfolgt ausgehend vom humanen CTLA-4-Gen. Eine Mutation in diesem Gen führt zur CTLA-4-Defizienz, die sehr variable Symptome zeigt. Es besteht eine Korrelation zwischen CTLA-4-Mutationen und bestimmten systemischen Grunderkrankungen, u.a. insulinpflichtigem Diabetes mellitus, Morbus Basedow, Hashimoto-Thyreoiditis, Zöliakie, Systemischem Lupus Erythematodes, primärer Biliärer Zirrhose und anderen Autoimmunkerkrankungen.

4 Pharmakologische Bedeutung

Der CTLA-4-spezifische monoklonale Antikörper Ipilimumab blockiert CTLA-4 und seine inhibierenden Effekte und führt damit zur verringerten Proliferationshemmung aktivierter T-Zellen. Dies wird aktuell (2018) bei der pharmakologischen Therapie des malignen Melanoms und des Prostata-Ca genutzt.

Abatacept, ein Fusionsprotein aus dem Fc-Teil von humanem IgG1 und der extrazellulären Domäne von humanem CTLA-4, gehört zu den Biologika und wird bei der Therapie der rheumatoiden Arthritis eingesetzt. Durch die CTLA-4-Domäne kann Abatacept an CD80 und CD86 von antigenpräsentierenden Zellen (APCs) binden und somit die Costimulation der T-Zelle durch eine APC unterbinden. Abatacept wirkt immunsuppressiv.

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