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Kaposi-Sarkom

Inhaltsverzeichnis

1 Definition [bearbeiten]

Beim Kaposi-Sarkom handelt es sich um eine vaskuläre Neoplasie. Man unterscheidet zwei Formen:

  • Kaposi-Sarkom bei HIV-Infektion
  • Klassische Form des Kaposi-Sarkoms

2 Kaposi-Sarkom bei HIV-Infektion [bearbeiten]

Das Kaposi-Sarkom bei HIV-Infektion ist eine durch das Humane-Herpesvirus (HHV 8) ausgelöste vaskuläre Neoplasie bei HIV-Infizierten.

2.1 Epidemiologie [bearbeiten]

Von dieser Form des Kaposi-Sarkoms sind vor allem homosexuelle Männer betroffen. Aufgrund der effizienten Behandlung von HIV hat die Inzidenz dieser Form abgenommen.

2.2 Ätiologie und Pathogenese [bearbeiten]

Voraussetzung für die Entstehung eines Kaposi-Sarkoms bei HIV-infizierten ist die Infektion mit dem Humanen-Herpesvirus 8.

2.3 Klinik [bearbeiten]

Diese Form des Kaposi-Sarkoms imponiert durch multiple, braunrote, teilweise indurierte Plaques, die stecknadelkopf- bis handtellergroß sein können. Im Laufe der Zeit konfluieren die Plaques und es kommt zur Ausbildung von schmerzhaften Knoten mit der Möglichkeit der Ulzeration. Betroffen von dieser Form sind Haut, Mund- und Genitalschleimhaut. Wird die Erkrankung nicht therapiert, kommt es zur Ausbreitung und Befall der ganzen Haut, der Schleimhäute, der Lunge, der Leber, der Niere und der Lymphknoten.

2.4 Diagnose [bearbeiten]

Die Diagnose wird anhand der Histopathologie gestellt.

2.5 Therapie [bearbeiten]

Wird die HIV-Infektion zum Zeitpunkt der Diagnose noch nicht behandelt, sollte eine antiretrovirale Kombinationstherapie eingeleitet werden. Unter dieser Therapie werden Kaposi-Sarkome kaum beobachtet. Zusätzlich besteht im Frühstadium die Möglichkeit der Exzision, der Kryotherapie, der Radiatio und der Lasertherapie. Im Spätstadium wird Interferon-alpha in Kombination mit antiretroviralen Medikamenten verordnet.

3 Klassische Form des Kaposi-Sarkoms [bearbeiten]

Unter der klassischen Form des Kaposi-Sarkoms versteht man eine seltene, maligne, vaskuläre Neoplasie.

3.1 Epidemiologie [bearbeiten]

Das klassische Kaposi-Sarkom ist sehr selten und betrifft in Europa vor allem Menschen süd- oder osteuropäischer Herkunft. Es tritt hauptsächlich bei Menschen auf, die älter sind als 50 Jahre. Frauen sind seltener betroffen als Männer.

3.2 Ätiologie und Pathogenese [bearbeiten]

Das Humane-Herpesvirus 8 spielt in der Entwicklung des Sarkoms eine Rolle wie auch genetische und immunologische Faktoren.

3.3 Klinik [bearbeiten]

Die klassische Form imponiert durch solitäre braunrote Plaques, die vor allem an der unteren Extremität auftreten. Eine Größenprogredienz und der Übergang in schmerzhafte Knoten sind möglich. Die klassische Form ist makroskopisch und histopathologisch nicht vom Kaposi-Sarkom bei HIV-Infektion zu unterscheiden. Im Gegensatz zum Kaposi-Sarkom bei AIDS besteht jedoch die Möglichkeit der spontanen Remission; es ist jedoch auch eine Dissemination und Befall innerer Organe durch lymphogene Ausbreitung möglich.

3.4 Diagnose [bearbeiten]

Die Diagnose wird anhand der Histopathologie gestellt. Um zwischen der klassischen Form und der Form im Rahmen einer HIV-Infektion zu unterscheiden, sollten Blutuntersuchungen durchgeführt werden.

3.5 Therapie [bearbeiten]

Die Therapie besteht in der Exzision, Kryotherapie oder Lasertherapie solitärer Herde, während multiple Herde mit Radiatio und Interferon-alpha behandelt werden.

4 Weblinks [bearbeiten]

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Fachgebiete: Dermatologie

Kommentare

Gast

Gast

inhaltlich sehr klar und einfach erklärt, super! ich bin aber erschrocken, dass beim Kaposi Sarkom die Bilder mit Namen beschriftet sind, wenn man draufklickt. (Datenschutz?)

#1 | am 20.01.2013

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Astrid Högemann

Studentin der Humanmedizin

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K. Koenitz schreibt seit dem 31.01.2004 im Flexikon, hat bereits 189 neue Artikel publiziert und 305 Artikeldetails verbessert.

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