Vom 16. bis 23. Juli steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
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Biopsie

von altgriechisch: βίος (bios) - Leben; ὄψις (ópsis) - Sehen
Synonym: Gewebeprobenentnahme
Englisch: biopsy

1 Definition

Mit dem Begriff Biopsie bezeichnet man die Entnahme und anschließende histologische bzw. zytologische oder laborchemische Untersuchung einer Gewebeprobe.

Die Gewebeprobe selbst nennt man Biopsat oder Bioptat, den Vorgang der Entnahme biopsieren.

2 Einteilung

2.1 ...nach Entnahmetechnik

Je nach Entnahmetechnik unterscheidet man verschiedene Biopsie-Formen:

Wird die Biopsie mit Hilfe einer Hohlnadel (Punktionskanüle) durchgeführt, spricht man auch von einer Punktion.

Die Liquid Biopsy spielt insofern eine Sonderrolle, als dass sie nicht den Tumor selbst biopsiert, sondern von ihm abgelöste Tumorzellen im peripheren Blut anreichert, isoliert und anschließend molekularbiologisch untersucht.

2.2 ...nach Organ

3 Vorgehen

Eine Biopsie tieferer Gewebeschichten kann durch die Haut (transkutan) oder unter Anlage eines kleinen Hautschnitts (z.B. bei weitlumigen Biopsienadeln) gemacht werden. Vor dem Einführen der Biosienadel wird die Haut desinfiziert und ggf. eine Lokalanästhesie gesetzt.

Die Biopsienadeln werden entweder palpatorisch, d.h. ohne Sichtkontrolle ("blind") eingebracht oder unter Sichtkontrolle mit bildgebenden Verfahren.

4 Komplikationen

Die möglichen Komplikationen einer Biopsie sind abhängig von der genauen Entnahmestelle und vom gewählten Verfahren. Gewebentnahmen aus schwer zugänglichen oder empfindlichen Körperregionen (z.B. Lunge) sind mit größeren Risiken behaftet. Zu den allgemeinen Komplikationen zählen:

5 Bedeutung

Durch die Biopsie wird mittels einer pathohistologischen Untersuchung bei verdächtigen Gewebeveränderungen die Diagnose gesichert und der weitere Verlauf der Therapie geplant. Da es sich meist um kleine Gewebeproben handelt, ist die Aussagekraft einer Biopsie davon abhängig, ob die Gewebeveränderungen erfasst wurde oder nicht.

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