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Immunhistochemie

Synonym: Immunzytochemie
Abkürzungen: IHC, ICC
Englisch: immunocytochemistry, immunohistochemistry

1 Definition

Als Immunhistochemie bezeichnet man die Untersuchung von Geweben mit immunchemischen Methoden, beispielsweise die Anfärbung von Zell- oder Gewebestrukturen mit an Antikörper gekoppelten Farbstoffen.

2 Einteilung

Dabei unterscheidet man direkte Färbungen, wobei der primäre Antikörper mit einem Marker gekoppelt ist, und indirekte Färbungen, bei der ein mit dem Marker gekoppelter sekundärer Antikörper gegen das FC-Fragment des primären eingesetzt wird.

Handelt es sich bei dem Marker um einen fluoreszierenden Farbstoff, spricht man von Immunfluoreszenz.

3 Färbeprinzip

Das Prinzip der Nachweisreaktion kommt durch eine Affinität von Antikörpern zu einer ganz speziellen Gewebeart zu Stande. Eine ganz bestimmte Eigenschaft des Gewebes (Epitop) löst dann eine Antikörper-Antigen-Reaktion aus. In den meisten Fällen gehen Epitop und der Antikörper dabei eine feste Bindung ein. An den Antikörper wurde vor der Zugabe zu dem zu untersuchenden Präparat mittels Kopplung ein bestimmtes Nachweissystem (Detektionssystem) angehängt, welches die Gegenwart und Aktivität der Antikörper anzeigen soll. Somit fungiert das Nachweissystem der Antikörper als Nachweissystem der bestimmten gesuchten Gewebeeigenschaft – des Epitops. Dadurch kann spezielles Gewebe (zum Beispiel) bösartiges Gewebe von dem umgebenden, gutartigen Gewebe unterschieden werden. Ziel ist es letztendlich, ein ausreichend starkes Färbesignal im Areal des Epitops zu erreichen, während die nicht zum Epitop gehörenden Gewebeabschnitte möglichst ungefärbt bleiben sollen. Die gegen das Epitop gerichteten Antikörper bezeichnet man als Primärantikörper.

3.1 Indirekte Methode

3.2 Direkte Methode

  • Zusammenbringung des zu untersuchenden Proteins mit einem spezifischen Antikörper
  • dieser Primärantikörper ist direkt mit einem Enzym oder Flourphosphor (z. B. Texas Red, Flourescein oder Rhodamin) konjugiert
  • der Antikörper-Enzym-Komplex bindet an das Protein
  • in nächsten Schritt wird dem Enzym ein ganz bestimmtes Substrat zugegeben, wodurch es zu einer einfärbenden Enzym-Substrat-Reaktion kommt
  • die Bildung des Farbstoffes erfolgt nur dort, wo die immunhistochemische Reaktion stattgefunden hat
  • diese Methode ist sehr gut zur Darstellung von mehreren verschiedenen Proteinen in einem Präparat geeignet

3.3 Weitere Methoden

  • APAAP-Methode: Einsatz eines Alkalische-Phosphatase-Anti-Alkalische-Phosphatase-Komplexes als Indikator
  • Labelled (Strept-)Avidin-Biotin-Methode (LSAB): Beruht auf der Affinität von Streptavidin (Streptomyces avidinii) und Avidin (Hühnereiweiß) für Biotin


4 Häufig verwendete Indikatoren

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