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Orexin

von griechisch: ὄρεξις ("orexis") - Verlangen, Appetit
Englisch: orexin

1 Definition

Orexin ist ein Neuropeptid, das im Subthalamus gebildet wird und im ZNS die Regulation des Energiehaushaltes und der Vigilanz beeinflusst.

2 Formen

Es gibt Orexin A und Orexin B. Die Genprodukte werden analog als Hypocretin-1 und Hypocretin-2 bezeichnet. Ihre Aminosäuresequenz ist zu etwa 50% identisch. Orexin A besteht aus 33 Aminosäureresten und hat zwei intramolekulare Disulfidbrücken. Orexin B ist ein lineares Peptid mit 28 Aminosäureresten. Die Orexine binden an zwei G-Protein-gekoppelte Rezeptoren, OX1R und OX2R. Orexin A bindet mit etwa der gleichen Aktivität an beide Rezeptoren, Orexin B bindet hauptsächlich an OX2R und ist weniger potent als Orexin A.

3 Geschichte

Orexin gehört zu den neueren Neuropeptiden und wurde erst in den 1990er Jahren entdeckt. Der japanische Wissenschaftler Masashi Yanagisawa beschrieb als erster die appeitsteigernde Wirkung einer Orexin-Injektion in den Hypothalamus einer Ratte.

4 Wirkung

Orexin hat eine große Wirkung auf das Schlaf-Wach-Verhalten. Eine Mutation in dem Gen, welches den Orexinrezeptor codiert, wird als Ursache für Narkolepsie vermutet. Orexin hat außerdem eine katabole Funktion und kann daher bei der Behandlung von Essstörungen eingesetzt werden.

5 Klinik

Patienten, die an Narkolepsie und Kataplexie leiden, haben eine erniedrigte Orexin-Konzentration im Liquor cerebrospinalis.

Fachgebiete: Neurologie

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