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Montelukast

Handelsnamen: Singulair

1 Definition

Montelukast ist ein Leukotrienantagonist, der in der Therapie von Atemwegserkrankungen verabreicht wird. Der Wirkstoff ist in Deutschland seit 1998 zugelassen und ist zur Zusatzbehandlung für Patienten ab dem sechsten Lebensmonat indiziert.

2 Indikationen

Die inhalative Einnahme von Corticosteroiden im Rahmen einer Behandlung der allergischen Rhinitis oder des Asthmas kann mit einer oralen Einnahme von Montelukast kombiniert werden, um bessere Ergebnisse zu erzielen. Auch ein Einsatz zur Therapie der Neurodermitis oder von Urtikaria ist denkbar.

3 Allgemeines

Montelukast kann bereits Kindern, die älter sind als sechs Monate, verabreicht werden. Es wird oral eingenommen und liegt im Blut zu 99 % an Plasmaproteine gebunden vor. Die Metabolisierung erfolgt hepatisch über das Cytochrom P450-System, genauer gesagt über CYP3A4 und CYP2C9. Die Plasmahalbwertszeit beträgt im Durchschnitt ungefähr vier Stunden, wonach der Wirkstoff anschließend biliär eliminiert wird.

4 Wirkmechanismus

Als Leukotrienrezeptorantagonist wirkt Montelukast kompetitiv zu Leukotrienen, die an die entsprechenden Rezeptoren in den Bronchien binden. Durch diese Blockade wird ein durch Leukotriene getriggerter Entzündungsmechanismus in den Atemwegen verhindert, so dass eine erleichterte Atmung eintritt.

5 Unerwünschte Arzneimittelwirkungen

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