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Isotone Dehydratation

Englisch: isotonic dehydratation

1 Definition

Die isotone Dehydratation ist ein Flüssigkeitsmangel des Körpers (Dehydratation), bei welchem Salz (Natriumchlorid NaCl) und Wasser in gleichem Maße verloren gegangen sind. Es findet somit keine Verschiebung von Flüssigkeit (Wasser) zwischen dem Intra- und Extrazellularraum statt.

2 Ätiologie

Die Ursache für den Flüssigkeits- und Salzverlust kann zum einen renal, zum anderen extrarenal bedingt sein.

2.1 Renale Ursachen

2.2 Extrarenale Ursachen

3 Symptome

Die typischen Hypovolämiesymptome sind

4 Diagnose

Im Blutbild zeigt sich durch die verminderte intravasale Flüssigkeit ein Anstieg von Hämatokrit, Serumeiweiß und Hämoglobin. Die Serumosmolalität ist normal, das spezifische Uringewicht ist erhöht. Ebenfalls aufgrund des mangelnden intravasalen Volumens erniedrigt sind der Blutdruck und der ZVD.

5 Therapie

Die Therapie sollte kausal erfolgen und ausreichende Flüssigkeitszufuhr beinhalten. Die Flüssigkeitszufuhr und -ausscheidung werden zur besseren Kontrolle bilanziert und je nach klinischer Lage des Patienten angepasst:

  • Patient verspürt Durst: Moderate Flüssigkeitszufuhr, idealerweise nur durch Trinken. Bevorzugt sollten entweder Wasser oder isotone Getränke gegeben werden. Eine relative Kontraindikation besteht für harntreibende, diuretisch wirksame Getränke wie Kaffee, Tee oder Alkohol (Bier).
  • Patient weist Kreislaufsymptomatik auf: Rasche Volumenzufuhr größerer Flüssigkeitsmengen per Infusion. Dabei ist ein Maximalvolumen (ml/h) einzuhalten, welches aufgrund der Gefahr von Ödemen oder Elektrolytverschiebungen nicht überschritten werden sollte. Bei kreislaufinstabilen Patienten sollte sowohl der Blutdruck als auch der Elektrolytgehalt des Blutes engmaschig kontrolliert werden.

Weiterhin muss die Ursache der Dehydratation gefunden und behandelt werden (Infektion, Intoxikation, neurologische Ursachen).

6 Prophylaxe

Die meisten Fälle einer isotonen Dehydratation entstehen vorwiegend bei älteren Menschen, meist durch unzureichende Flüssigkeitszufuhr in Form von Trinken. Sind die Patienten dazu in der Lage, sollte zunächst durch Motivation versucht werden, sie zum Trinken zu animieren. Eine Infusion sollte nur kritischen oder Notfallsituationen vorbehalten sein.

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