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Kaffee

Englisch: coffee

1. Definition

Als Kaffee wird eine Gattung aus der Familie der Krappgewächse bezeichnet. Ebenso werden die Samen (Bohnen) dieser Arten und das aus ihnen hergestellte Getränk als Kaffee bezeichnet.

2. Hintergrund

Es wird angenommen, dass die Kaffee-Pflanze im 16. Jahrhundert in Äthiopien entdeckt wurde. Es gibt etwa 60 verschiedene Kaffeesorten, wovon jedoch nur wenige wirtschaftlich angebaut werden. Kaffee wächst vor allem in Zentral- und Südamerika, Arabien, Indien, Afrika, Vietnam sowie Indonesien. Der Anteil der amerikanischen Länder ist mit etwa zwei Dritteln am höchsten. Die Früchte der Kaffeepflanze sind etwa kirschgroß und enthalten jeweils zwei Bohnen, die in süßes Fruchtfleisch eingebettet sind. Nach der Entfernung des Fruchtfleisches werden die Bohnen meistens geröstet. Um das Getränk daraus herstellen zu können, werden die Bohnen gemahlen und das Pulver in verschiedenen Varianten mit heißem Wasser versetzt.

Der pro-Kopf-Verbrauch von Kaffee in Deutschland liegt mit etwa 6,7 kg pro Jahr relativ hoch. In den USA liegt der Verbrauch bei etwa 4,2 kg. Finnland hat mit 11,6 kg den höchsten pro-Kopf-Verbrauch von Kaffee der Welt.

3. Inhaltsstoffe

Kaffebohnen enthalten eine komplexe Mischung verschiedenster Inhaltsstoffe. Einige Komponenten entstehen erst beim Rösten der Bohnen. Einige wichtige nichtflüchtige Inhaltsstoffe sind:

Da Fette wasserunlöslich sind, findet man nur Spuren in normalem Filterkaffee. Anders verhält es sich bei Siebträgerkaffee, bei dem Fettbestandteile durch den Heißwasserdampf mobilisiert werden.

4. Wirkungen

Die bekannteste Wirkung des Kaffees ist die als Stimulans. Diese belebende Wirkung ist auf das Koffein zurückzuführen. Das Koffein ist ein Hemmstoff der Phosphodiesterase, welche cAMP, einen Second messenger, abbaut.

Desweiteren wirkt Kaffee durch eine erhöhte Gastrin- und Cholezystokinin-Sekretion beschleunigend auf die Darmmotilität und die Darmentleerung.

Der Genuss von Kaffee senkt die Konzentration von Adiponectin, Interleukin-13 (IL-13), C-reaktivem Protein (CRP) und Leptin. Es wird vermutet, dass durch die in der Summe antiinflammatorische Wirkung das Risiko, an Diabetes mellitus Typ 2 zu erkranken, günstig beeinflusst wird. Nichtraucher haben diesbezüglich den größeren Nutzen. [1]

5. Quellen

  1. Ochoa-Rosales C et al. C-reactive protein partially mediates the inverse association between coffee consumption and risk of type 2 diabetes: The UK Biobank and the Rotterdam study cohorts. Clin Nutr. 2023 Mar 7;42(5):661-669. doi: 10.1016/j.clnu.2023.02.024. Epub ahead of print. PMID: 36940600.

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21.03.2024, 08:58
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