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GnRH-Analogon

Synonyme: LHRH-Agonist, LHRH-Analogon

1 Definition

GnRH-Analoga sind Arzneistoffe, die eine ähnliche chemische ("analoge") Struktur haben, wie das Gonadotropin-Releasing-Hormon (GnRH) und dadurch an GnRH-Rezeptoren der Hypophyse binden können und die gleiche Wirkung erzielen. Bei anfänglicher Gabe kommt es somit zum LH-, FSH- und somit Testosteron-Anstieg (Flare-Up-Phänomen). Erst bei kontinuierlicher Gabe führen die GnRH-Analoga durch eine Dauerstimulation zu einer Down-Regulation der hypophysären GnRH-Rezeptoren. LH-, FSH- und demzufolge auch Testosteronspiegel sinken nach ca. 3 - 5 Wochen unter die Kastrationsschwelle ab.

2 Wirkstoffe

3 Wirkung

Beim Mann hemmen die GnRH-Agonisten die Produktion von Testosteron in den Leydig-Zellen und führen zu einem Abfall der Testosteronwerte in den Kastrationsbereich.

4 Indikation

GnRH-Agonisten werden beim Mann vor allem zur medikamentösen Androgensuppression beim Prostatakarzinom verwendet. Bei der Frau erfolgt ein Einsatz im Rahmen der Endometriose und der In-vitro-Fertilisation.

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