Vom 13. bis 26. Juni steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
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Liebe Autoren,

Wir sind gen Süden gefahren und machen eine Pause. Deswegen steht das Flexikon vom 13. bis 26. Juni 2022 nur im Lesemodus zur Verfügung. Ab dem 27. Juni könnt ihr wieder mit voller Kraft losschreiben.

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Euer Flexikon-Team

Domperidon

Handelsname: Motilium®
Englisch: Domperidone

1 Definition

Domperidon ist ein prokinetisches Antiemetikum aus der Gruppe der Dopamin-Antagonisten.

2 Wirkmechanismus

Domperidon blockiert die D1- und D2-Dopamin-Rezeptoren in der Area postrema und erhöht außerdem die Motilität des Gastrointestinaltrakts.

3 Wirkung

Domperidon wirkt gegen Übelkeit (Nausea), Erbrechen und Gastroparese. Im Allgemeinen ist Domperidon nicht so potent wie Metoclopramid.

Domperidon wirkt als Dopamin-Antagonist nicht bei Kinetosen. Bei Kinetosen wird stattdessen H1-Antagonisten (Diphenhydramin, Dimenhydrinat) oder Scopolamin verwendet.

4 Pharmakokinetik

Domperidon überwindet nur in geringem Maße die Blut-Hirn-Schranke, daher wirkt es nur peripher und kaum zentral. Da das Brechzentrum in der Area postrema zu den zirkumventrikulären Organen gehört und somit keine Blut-Hirn-Schranke aufweist, wirkt Domperidon zentral antiemetisch.

Aufgrund der geringen Präsenz im ZNS werden nur geringe zentralnervöse Nebenwirkungen beobachtet.

Die Halbwertszeit von Domperidon beträgt etwa sieben Stunden. Maximale Plasmaspiegel werden ca. eine halbe Stunde nach der Einnahme erreicht. Domperidon wird renal eliminiert.

5 Dosierung

Bei Erwachsenen und Jugendlichen (ab 12 Jahren und mit einem Körpergewicht von 35 kg oder mehr) liegt die empfohlene Dosis bei 10 mg Domperidon dreimal täglich. Die maximale Tagesdosis beträgt 30 mg. Das Medikament sollte nicht länger als eine Woche eingenommen werden.

Hinweis: Diese Dosierungsangaben können Fehler enthalten. Ausschlaggebend ist die Dosierungsempfehlung in der Herstellerinformation.

6 Nebenwirkungen

Domperidon erhöht den Prolaktinspiegel und kann zur Hyperprolaktinämie führen. Außerdem steht Domperidon im Verdacht, ventrikuläre Arrhythmien auszulösen. Da Domperidon, im Gegensatz zu Metoclopramid, die Blut-Hirn-Schranke nicht passieren kann, hat es auch keine Wirkung auf das extrapyramidalmotorisches System und löst keine Dyskinesien aus.

Weitere Nebenwirkungen sind:

7 Wechselwirkungen

Domperidon darf nicht zusammen mit Substanzen eingenommen werden, die das QT-Intervall verlängern.

Diese Seite wurde zuletzt am 6. Mai 2022 um 16:34 Uhr bearbeitet.

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