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Clostridium-difficile-assoziierte Diarrhö

Synonym: Clostridium-difficile-Infektion
Abkürzung: CDAD

1 Definition

Die Clostridium-difficile-assoziierte Diarrhö, kurz CDAD, ist eine Durchfallerkrankung (Diarrhö), die durch den Erreger Clostridium difficile hervorgerufen wird. Die Clostridium-difficile-assoziierte Diarrhö tritt meist als eine Form der Antibiotika-assoziierten Diarrhö auf, darf aber nicht mit ihr gleich gesetzt werden.

2 Ursache

Die Clostridium-difficile-assoziierte Diarrhö entwickelt sich meist auf dem Boden einer Nosokomialinfektion mit virulenten Keimen, die durch eine Antibiotikatherapie gebahnt wird. Risikofaktoren sind unter anderem:

Es kommen auch Fälle ohne typische Anamnese vor. Dies wird auf die Zunahme virulenterer Clostridien-Stämme zurückgeführt, z. B. Ribotyp O27.

3 Klinik

Die CDAD manifestiert sich als wässrige Diarrhö mit krampfartigen Schmerzen im Unterbauch und erhöhter Körpertemperatur (Fieber).

In 10-20% der CDAD-Fälle ist eine pseudomembranöse Colitis nachweisbar. Ohne aggressive Therapie kann es zu einem toxischen Megakolon mit Organperforation und Multiorganversagen kommen. Die Letalität wird mit 5-10% angegeben.

4 Diagnostik

Der Nachweis von Clostridium-difficile-Toxin im Stuhl ist nur mäßig sensitiv. Als Suchtest wird derzeit Clostridium-difficile-spezifische Glutamatdehydrogenase im Stuhl empfohlen. Als Bestätigungsteste stehen kulturelle und molekulargenetische Verfahren zur Verfügung.

Endoskopisch sind ggf. Pseudomembranen nachweisbar - sie können jedoch auch fehlen.

4.1 Labor

5 Therapie

6 Meldepflicht

Eine Clostridium-difficile-Infektion mit schwerem klinischem Verlauf ist meldepflichtig nach §6 Infektionsschutzgesetz. Als Indikatoren eines schweren klinischen Verlaufes gelten unter anderem Krankenhauseinweisung, Notwendigkeit einer Intensivtherapie oder Operation sowie der Tod.

Diese Seite wurde zuletzt am 25. Mai 2016 um 10:45 Uhr bearbeitet.

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