Bis zum 10. Januar steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.
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Bis zum 10. Januar steht das Flexikon nur im Lesemodus zur Verfügung.

Liebe Autoren,

Wir sind auf der Suche nach Schnee in Richtung Nordpol gefahren. Deswegen steht das Flexikon vom 14.12. bis 10.01.2019 nur im Lesemodus zur Verfügung. Ab dem 10. Januar könnt ihr wieder mit voller Kraft losschreiben.

Unser Tipp: Genießt die Zeit mit der Familie! Wir wünschen euch fröhliche Feiertage!

Bis bald
Euer Flexikon-Team

Toxisches Megakolon

Synonym: toxisches Megacolon, Megacolon toxicum
Englisch: toxic megacolon

1 Definition

Das toxische Megakolon ist eine akute Erweiterung (Dilatation) des Kolons mit klinisch fulminanter Kolitis.

2 Ursachen

Als Ursachen eines toxischen Megakolons kommen unter anderem in Betracht:

3 Pathogenese

Die Pathogenese des toxischen Megakolons ist noch nicht vollständig geklärt. Eventuell kommt es durch Entzündungsmediatoren (z.B. NO) zu einer Muskelrelaxation.

4 Symptome

Das toxische Megakolon präsentiert sich unter dem Bild eines akuten Abdomens (aufgetriebener Bauch, Bauchschmerzen, Abwehrspannung etc.) mit hohem Fieber, Tachykardie und Ileus. Es kann in einen Schock mit Multiorganversagen übergehen.

5 Komplikationen

6 Diagnostik

Die Diagnose des toxischen Megakolons erfolgt per Röntgenbild (Abdomenleeraufnahme). Ergänzend kann ein CT eingesetzt werden. Ein Kontrastmitteleinsatz sollte wg. der Gefahr einer Darmperforation vermieden werden.

Im Röntgenbild findet sich ein dilatiertes Colon transversum (> 6 cm), fehlende Haustren und ggf. freie Luft in der Bauchhöhle.

6.1 Labor

7 Therapie

Die Therapie erfolgt unter intensivmedizinschen Bedingungen mit engem Monitoring des Patienten. Sie zielt auf die rasche Entlastung des Kolons, den Ausgleich des Elektrolyt- und Flüssigkeitshaushalts, sowie die Beseitigung von Toxinen. Zeigt sich unter konservativer Therapie innerhalb eines Zeitraums von 48-72 Stunden keine Besserung, muss eine operative Behandlung erfolgen.

7.1 Konservativ

Weitere therapeutische Optionen sind Leukozytenapherese (LCAP), Ciclosporin A und monoklonale Antikörper (Infliximab).

7.2 Operativ

Die operative Therapie besteht aus einer totalen oder subtotalen Proktokolektomie bei gleichzeitiger Entlastung des Darms mittels Anlage eines Ileostomas.

siehe auch: Morbus Hirschsprung (Megacolon congenitum)

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