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Cholangitis

Englisch: cholangitis

1 Definition

Als Cholangitis bezeichnet man die Entzündung der Gallenwege.

2 Ätiologie

Die Gallenwege entzünden sich bei einer Abflussbehinderung (z.B. Choledocholithiasis) und bakterieller Infektion. Bakterien können sich hämatogen in den Gallenwegen ansiedeln, häufig handelt es sich jedoch um eine aszendierende Infektion, bei der Keime z.B. aus dem Duodenum aufsteigen. Risikofaktoren sind:

Sonderfälle sind abakterielle Entzündung in Folge einer Autoimmunerkrankung, zum Beispiel die primär biliäre Cholangitis (PBC) oder die primär sklerosierende Cholangitis (PSC).

3 Klinik

Betroffene Patienten weisen die Symptome der Charcot-Trias auf:

Die Konzentration des direkten Bilirubins im Serum ist erhöht, die Lipase und Amylase sind häufig (leichter als bei Pankreatitis) erhöht. Blutkulturen sind meist positiv und eine Leukozytose ist typisch.

Eine eitrige Cholangitis kann unbehandelt zu Bakteriämie, Cholangiosepsis und septischem Schock führen.

4 Therapie

Die Behandlung umfasst die Beseitigung von Abflussbehinderungen und die sofortige Gabe eines wirksamen Antibiotikums zur Bekämpfung der bakteriellen Infektion.

Steine können durch eine ERCP mit Papillotomie geborgen werden. Jedoch ist im Rahmen einer Cholangitis mit Cholezystitis eine Cholezystektomie innerhalb von 24 Stunden indiziert.

Die Wahl des Antibiotikums richtet sich nach dem typischen Erregerspektrum (Escherichia coli, Enterokokken, Klebsiellen). Mittel der Wahl ist meistens das Drittgenerations-Cephalosporin Ceftriaxon, da es sich aufgrund seiner pharmakokinetischen Eigenschaften in der Galle anreichert. Es wird i.d.R. mit Metronidazol kombiniert. Alternativ kann Ceftriaxon durch Ampicillin/Sulbactam bzw. Ciprofloxacin oder Levofloxacin ersetzt werden.

Bei Zeichen einer Sepsis wird Piperacillin/Tazobactam oder Meropenem verabreicht.

Diese Seite wurde zuletzt am 20. November 2020 um 17:00 Uhr bearbeitet.

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