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Apolipoprotein E

Synonym: ApoE

1 Definition

Apolipoprotein E, kurz ApoE gehört zu den Apolipoproteinen und ist ein Strukturprotein in der Phospholipidmembran von Lipoproteinen. Lipoproteine vermitteln den Transport von Triglyzeriden und Cholesterin im Blut.

2 Vorkommen

ApoE wird hauptsächlich in folgenden Organen exprimiert:

3 Funktion

Apolipoprotein E spielt im Katabolismus von Chylomikronen, IDL und VLDL-Remnants wie auch von ApoE-reichem HDL eine wichtige Rolle. Über ApoE wird die zelluläre Aufnahme dieser Lipoproteine in die Leber und den Dünndarm durch Bindung an den Apo E-Rezeptor wie auch an den LDL-Rezeptor vermittelt.

4 Polymorphismus

Aus einem ausgeprägten Polymorphismus auf Chromosom 19 gehen drei Isoformen hervor:

  • ApoE2
  • ApoE3
  • ApoE4

Die Isoformen unterscheiden sich in ihrer Bindungsaffinität zum LDL-Rezeptor. Sie können ein Grund für erhöhte Triglyzerid- und Cholesterinspiegel im Blut sein. Die Isoform ApoE2 hat beispielsweise im Vergleich zu ApoE3 und ApoE4 eine deutlich reduzierte Bindungsfähigkeit an Lipoproteinrezeptoren.

Aus dem genetischen Polymorphismus des Apolipoprotein E ergeben sich drei homozygote (E2/E2, E3/E3, E4/E4) und drei heterozygote Phänotypen (E2/E3, E2/E4, E3/E4). Durch posttranslationale Modifikation mit einer unterschiedlichen Zahl an Neuraminsäureresten entsteht eine weitere Variabilität. Der mit rund 60% dominierende Phänotyp ist E3/E3.

Der Phänotyp E2/E2 liegt in Europa etwa bei 1% der Bevölkerung vor, jedoch kommt es nicht zwingend zur Manifestation einer familiären Dysbetalipoproteinämie, da zusätzliche Faktoren notwendig sind. Die Phänotypen E3/E4 (ca. 1/8) und E4/E4 (1/60) sind mit leicht erhöhten LDL-Cholesterinspiegeln verbunden. ApoE4 ist außerdem mit einem erhöhten Risiko einer KHK und einer Alzheimer-Erkrankung assoziiert.

Diese Seite wurde zuletzt am 18. Oktober 2019 um 10:06 Uhr bearbeitet.

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