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Nosokomialinfektion

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
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von griechisch: νοσοκομιον - Krankenlager
Synonym: nosokomiale Infektion
Englisch: nosocomial infection

1. Definition [bearbeiten]

Als Nosokomialinfektion bezeichnet man jede durch Mikroorganismen hervorgerufene Infektion, die in kausalem Zusammenhang mit einem Krankenhausaufenthalt steht, unabhängig davon, ob Symptome bestehen oder nicht. Nosokomiale Erreger sind also Erreger von Krankenhausinfektionen.

Eine große Gefahr, sich mit einem Krankenhauserreger zu infizieren, besteht für immungeschwächte Patienten (v.a. auch immunsupprimierte Patienten). Für ärztliches und pflegerisches Personal sowie für gesunde Besucher stellen die Krankenhauskeime gewöhnlich kein Risiko dar.

2. Unterscheidung [bearbeiten]

Man unterscheidet zwei Typen von nosokomialen Infektionen:

  • Endogene Infektion: Standortwechsel des Erregers im Patienten selbst (z.B. Gasbrand nach OP)
  • Exogene Infektion: Übertragung des Erregers von außen auf den Patienten, Kreuzinfektion

3. Nosokomiale Erreger [bearbeiten]

Als nosokomiale Krankheitserreger kommen alle Mikroorganismen in frage, die sich bei 37° C vermehren können. Es sind vor allem fakultativ pathogene Mikroorganismen (Opportunisten), die in Haut, Nasen-Rachen-Raum und Darm vorkommen (auch bei Keimträgern ohne klinische Symptomatik), oder die sich in der Umgebung halten.

Zu den wichtigsten nosokomialen Erregern gehören:

4. Infektionsquellen [bearbeiten]

Die häufigste Infektionsquelle sind "belebte Quellen", sprich Personal, andere Patienten, Besucher. Meist werden die Erreger über die Hände übertragen. Nosokomiale Erreger können sich jedoch auch in unbelebten Reservoiren finden. Dazu zählen z.B. Türklinken, Flaschen, Waschbecken, Eiswürfel, Blumen, etc.

5. Infektionswege [bearbeiten]

Mögliche Infektionswege sind:

  • Kontaktinfektionen: z.B. Händeschütteln
  • Schmierinfektionen
  • Aerogene Infektionen: Verbreitung in der Luft
  • Alimentäre nosokomiale Infektionen: Verbreitung über Nahrungsmittel
  • Transmissive nosokomiale Infektionen: Übertragung durch tierische Schädlinge

6. Gegenmaßnahmen [bearbeiten]

Die wichtigste Gegenmaßnahme ist eine gute Hygiene, sprich sorgfältige Desinfektion und Sterilisation. Weiterhin können hilfreich sein: baulich-funktionelle Maßnahmen sowie organisatorische Maßnahmen.

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