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Synonym: Gelenkentzündung
Englisch: arthritis


Unter einer Arthritis versteht man eine Entzündung eines oder mehrerer Gelenke, die oft mit Gelenkschmerzen, Schwellung und Rötung einhergeht.
Von der Arthritis abgegrenzt wird die Arthrose, die eine degenerative Gelenkerkrankung darstellt.
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Hinweis: Die wiedergegebene Einteilung weist zum Teil Überschneidungen auf. So können bei der reaktiven Arthritis sowohl direkt entzündliche, sowie autoimmunologische oder auch allergische Phänomene an der Entwicklung einer Arthritis beteiligt sein.
Daher ist die Einteilung als pragmatische und möglichst vollständige Übersicht anzusehen.
Die Diagnostik im Rahmen einer Arthritis umfasst zunächst eine ausführliche Anamnese und körperliche bzw. befundorientierte Untersuchung. Abhängig hiervon sind Zusatzuntersuchungen zur genauen ätiologischen Abklärung erforderlich.
Eine Arthritis führt klassisch zu Entzündungszeichen des Gelenkes mit Schwellung, Rötung, Überwärmung, Funktionseinschränkung und Schmerz.
Diese klassischen Entzündungszeichen finden sich in voller Ausprägung insbesondere bei der bakteriellen Arthritis. Steht der Schmerz im Vordergrund bei mäßigen oder fehlenden anderen Entzündungszeichen ist als diagnostische Arbeitshypothese von einer Arthralgie auszugehen.
Weiterhin ist beim klinischen Blick zunächst das Ausmaß der Gelenkentzündungen zu prüfen. Infektionen einzelner Gelenke werden hierbei als Monoarthritis, einiger Gelenke als Oligoarthritis und vieler Gelenke als Polyarthritis bezeichnet.
Wichtige Punkte der Anamneseerhebung sind:
Findet sich bei der Untersuchung der Gelenke ein größerer Gelenkerguss, sollte der Erguss punktiert werden (Gelenkpunktion), insbesondere unter der Annahme einer bakteriell bedingten Arthritis.
Aus Farbe, Viskosität (Fadentest) und der Leukozytenzahl können Rückschlüsse auf die Genese der Entzündung gezogen werden. Zudem kann als wichtiges diagnostisches Verfahren eine mikrobiologische Diagnostik (u.a. Bakterienkultur, Ziehl-Neelsen-Färbung) erfolgen. Können Bakterien oder Pilze nachgeweisen werden, ergeben sich hieraus direkte therapeutische Konsequenzen. Auch ein zeitnah angefertigtes Grampräparat aus einem Teil des Punktats kann bereits wichtige Hinweise auf eine bakterielle Genese liefern.
Der Einsatz bildgebender Verfahren ist abhängig vom klinischen Bild.
Bei einer unklaren Arthritis sind Röntgenaufnahmen des führend betroffenen Gelenkes und Röntgenaufnahmen von Füßen und Händen angezeigt. Bei Verdacht auf Spondylarthropathien sind eine Beckenübersichtsaufnahme (Iliosakralgelenk) und eine Darstellung der LWS inklusive des thorakolumbalen Überganges (frühe Veränderungen bei Morbus Bechterew) sinnvoll.
Auf Aufnahmen des Handskeletts und deren Seitenvergleich lassen sich vom Befallsmuster ausgehend wichtige differentialdiagnostische Hinweise ableiten.
Allgemeine Hinweise auf ein entzündliches Geschehen im Sinne einer Arhritis sind:
Bestehen diese labormedizinischen Befunde und ist eine infektionsbedingte Genese der Arthritis ausgeschlossen, besteht eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für das Vorliegen einer rheumatologischen Erkrankung.
Ausgehend von weiteren Leitbefunden der einzelnen Krankheitsbilder sollte in diesen Fällen eine gezielte Autoantikörperdiagnostik erfolgen (z.B. ANCA bei Morbus Wegener, ANA bei SLE, Rheumafaktor, HLA-B27 etc.).
Die Bestimmung der Komplementfaktoren C3 und C4 kann Hinweise auf einen systemischen Lupus erythematodes geben. Dabei ist die BSG erhöht, das CRP normal, C3 und C4 sind erniedrigt.




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