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Summer Break: Keine Edits vom 16. bis 31. August.Geht mal raus zum Baden!
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Geht mal raus zum Baden!
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Summer Break

Liebe Autoren,
Wir sind an den Strand gefahren. Denn auch unsere fleißigen Lektoren brauchen mal eine Pause. Deswegen steht das Flexikon von 16. bis 31. August 2014 nur im Lesemodus zur Verfügung. Ab dem 1. September kann wieder mit voller Kraft ergänzt und geändert werden.

Unser Tipp: Geht auch mal schwimmen. Wir freuen uns auf jeden Fall, wenn ihr wieder kommt!

Bis bald
Euer Flexikon-Team

Schultergelenk

Synonyme: Glenohumeralgelenk, Articulatio humeri, Articulatio humeroscapularis, Articulatio glenohumeralis
Englisch: glenohumeral joint, shoulder joint

Inhaltsverzeichnis

1 Definition

Im Schultergelenk artikuliert der Kopf des Oberarmknochens (Caput humeri) mit der Gelenkfläche (Cavitas glenoidalis) des Schulterblatts (Scapula). Das Schultergelenk ist das beweglichste Kugelgelenk des Körpers.

2 Aufbau

Der kugelförmige Kopf des Humerus artikuliert mit der längsoval geformten Cavitas glenoidalis. Die Cavitas glenoidalis ist im Vergleich zum Humeruskopf klein und umschliesst daher den Humeruskopf nicht vollständig wie es beispielsweise im Hüftgelenk der Fall ist. Eine Vergrößerung der Kontaktfläche zwischen beiden Gelenkpartnern wird durch das um die Cavitas glenoidalis ausgebildete 3-4 mm breite Labrum glenoidale (Pfannenlippe) erreicht. Das Labrum glenoidale besteht aus Faserknorpel und ist an der Cavitas glenoidalis befestigt.

Die Gelenkkapsel des Schultergelenks ist relativ weitläufig und schlaff. Kaudal befindet sich bei entspannter Haltung eine etwa 1 cm lange Reservezone, die als Recessus axillaris bezeichnet wird.

3 Bandapparat

Das Schultergelenk hat in Relation zur Beanspruchung gesehen einen sehr schwach ausgebildeten Bandapparat. Eine Führung durch Bänder ist daher nicht gegeben. Die Bänder des Schultergelenks sind:

4 Muskelführung

Die Führung und Absicherung des Schultergelenkes erfolgt durch das manschettenartig umschließende Muskeln - die sogenannte Rotatorenmanschette. Sie leistet einen wesentlich höheren Beitrag zur Stabilität als die Bänder.

5 Schleimbeutel (Bursae)

Zahlreiche Schleimbeutel spielen eine wichtige Rolle für die Funktion des Schultergelenks.

Die Bursa subtendinea musculi subscapularis vermindert unter der Sehne des Musculus subscapularis liegend die zwischen Sehne und Scapula auftretende Reibung. Durch eine ovale Öffnung kommuniziert sie mit der Gelenkhöhle. Die Bursa subcoracoidea ist ein unterhalb des Processus coracoideus gelergener Reserveraum des Gelenkes. Sie kommuniziert ebenfalls mit der Gelenkhöhle.

Die Bursa subacromialis und die Bursa subdeltoidea werden auch als subakromiales Nebengelenk bezeichnet. Durch diese beiden Schleimbeutel ist bei der Abduktion des Armes die Verschieblichkeit des Tuberculum majus des Humerus unter das Akromion gewährleistet.

6 Mechanik

Durch den Aufbau als Kugelgelenk bedingt ist die Bewegung des Armes in allen 3 Achsen möglich. Einen wesentlichen Beitrag zur Beweglichkeit leisten die Nebengelenke des Schultergürtels (Articulatio acromioclavicularis, Articulatio sternoclavicularis). Je nach Erfordernissen werden durch die Beweglichkeit dieser Gelenke die Positionen von Clavicula und Scapula modifiziert.

Für die Praxis ist davon auszugehen, dass kaum eine Bewegung des Armes auf eine alleinige Bewegung des Schultergelenkes zurückzuführen ist. Das Zusammenspiel der Gelenkgruppe ist daher bei der Bewertung von Bewegungseinschränkungen mit zu berücksichtigen.

Die Bewegungsumfänge in den verschiedenen Achsen sind folgend von der Neutral-Null-Stellung ausgehend angegeben:

  • Transversal
    • Anteversion bis 90° im Schultergelenk, eine Elevation darüber (bis maximal 170°) unter Mitwirkung der Gelenke des Schultergürtels, eine vollständige Elevation (180°) ist durch Streckung der Wirbelsäule möglich
    • Retroversion bis maximal 50°
  • Sagittal
    • Abduktion bis 90° im Schultergelenk, mit Beteiligung des Schultergürtels und der Wirbelsäule bis 180°
    • Adduktion bis 45°

siehe auch: Schultergelenkluxation, Impingement, Bankart-Läsion, Hillman-Sachs-Läsion

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Fachgebiete: Obere Extremität

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