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Summer Break

Liebe Autoren,

es ist wahr: Wir sind an den Strand gefahren und machen mal eine Pause. Deswegen steht das Flexikon vom 23. bis 31. Juli 2016 nur im Lesemodus zur Verfügung. Ab dem 01. August kann wieder mit voller Kraft geschrieben werden.

Unser Tipp: Geht auch mal schwimmen. Wir freuen uns auf jeden Fall, wenn Ihr wieder kommt!

Bis bald
Euer Flexikon-Team

Hüftgelenk

Synonym: Articulatio coxae
Englisch: hip joint

1 Definition

Das Hüftgelenk ist die gelenkige Verbindung zwischen dem Becken und dem Oberschenkelknochen, die die Bewegung des Beins und damit das Gehen bei gleichzeitiger Stabilisierung des Körpers ermöglicht.

2 Anatomie

2.1 Überblick

Das Hüftgelenk besteht aus Hüftpfanne (Acetabulum) und Hüftkopf (Caput femoris). Die Pfanne wird von Anteilen des Os ilium, des Os pubis und des Os ischii gebildet, die über eine Y-förmige Fuge im Bereich des Acetabulum in Verbindung stehen. Der obere Rand der Pfanne ist durch einen knorpeligen Rand, den Limbus acetabuli verstärkt. Der Hüftkopf ist eine in etwa kugelförmige Extremität des Femur, der in die Pfanne drückt und damit eine Verbindung zwischen Bein und Rumpf ermöglicht. Das Hüftgelenk ist somit ein Nussgelenk, das eine Unterform des Kugelgelenks (Articulatio spheroidea) darstellt.

2.2 Gelenkkapsel

Die Gelenkkapsel hat ihren Ursprung am knöchernen Hüftpfannenrand und am Ligamentum transversum acetabuli. Sie inseriert vorn im Bereich der Linea intertochanterica und der Wurzel des Trochanter major. Hinten jedoch bleibt der distale Teil des Collum femoris frei. Die Kapsel inseriert hier etwa 1,5 cm weiter proximal als ventral. Die Trochanteren liegen gänzlich extrakapsulär.

Bei leichter Flexion, Außenrotation und Abduktion befindet sich die Gelenkkapsel in maximaler Entspannungslage. Bei Entzündungen im Bereich des Hüftgelenks (Coxitis) wird genau diese Gelenkstellung eingenommen.

2.3 Bänder

Zwischen Pfanne und Hüftkopf befindet sich das arteriell durchblutete Ligamentum capitis femoris, das im Bereich der Incisura acetabuli aus dem Becken austritt und in ein kleines Foramen im Bereich des Scheitels des Hüftkopfes eindringt. Die Incisura acetabuli wird vom Ligamentum transversum acetabuli überbrückt.

Das Hüftgelenk ist von einer straffen Kapsel umgeben, die zusätzlich durch drei massive Bänder (Bänderschraube) stabilisiert wird:

3 Funktion

Das Hüftgelenk hat drei Grade der Bewegung (Freiheitsgrade), die jedoch durch die knöcherne, knorpelige und ligamentäre Führung in ihrem Umfang eingeschränkt sind. Damit wird das Hüftgelenk als Nussgelenk (Enarthrose) oder Napfgelenk (Articulatio cotylica) bezeichnet. Das Bewegungsausmaß des Hüftgelenks setzt sich wie folgt zusammen:

4 Winkel

Zur biomechanischen Beurteilung des Hüftgelenks werden häufig röntgenologisch ermittelte Winkel herangezogen. Zu ihnen zählen unter anderem:

5 Pathophysiologie

Durch ständige Belastung des knorpeligen Gelenküberzugs kann es im Laufe des Lebens zu einer Arthrose des Hüftgelenks (Coxarthrose) kommen. Diese wird durch mangelnde Bewegung und Übergewicht sowie durch das zunehmend ansteigende Lebensalter immer verbreiteter und bildet damit einen großen Behandlungsanteil und auch Kostenfaktor in der orthopädischen Medizin.

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