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Heberden-Arthrose

nach dem englischen Arzt William Heberden (1710-1801)
Synonym: Heberden-Arthrose
Englisch: Heberden's disease

1 Definition

Als Heberden-Arthrose bezeichnet man eine Polyarthrose, d.h. eine degenerative Gelenkerkrankung, welche die Finger bzw. die Hand betrifft. Es handelt sich um eine primär nicht-entzündliche Knorpelerkrankung, die progredient verläuft.

ICD10-Code: M15.1

2 Ätiologie

Die Ursache ist zur Zeit (2008) unbekannt, es handelt sich um ein idiopathisches Krankheitsbild. Immer häufiger werden jedoch genetische Faktoren mit der Erkrankung in Verbindung gebracht. Das Lebensalter wirkt hierbei prädisponierend. Frauen sind besonders in der Postmenopause betroffen.

3 Klinik

Charakteristisch für die Heberden-Arthrose ist der Befall der distalen Interphalangealgelenke (DIP) mit dem Auftreten von typischen Heberden-Knoten. Häufig sind die Zeigefinger und die kleinen Finger betroffen.

3.1 Frühsymptome

  • Ermüdungsschmerz
  • Belastungsschmerz
  • ausstrahlende Schmerzen

3.2 Spätsymptome

  • Dauerschmerz
  • Bewegungseinschränkung
  • Nachtschmerz
  • Wetterfühligkeit

4 Diagnose

Das Auftreten der typischen Knoten ermöglicht in den meisten Fällen eine Blickdiagnose. Eine ausführliche Anamnese, mit Beschreibung der oben genannten klinischen Symptome, kann die Diagnose erhärten. In der Bildgebung ist das Röntgenbild Goldstandard. Im Spätstadium sind vor allem folgende, radiologische Zeichen nachweisbar:

5 Therapie

Im Vordergrund der Therapie stehen, neben einer Verbesserung des Beschwerdebildes, auch eine Verzögerung der Progression. Eine Reduktion der Schmerzsymptomatik und möglicher entzündlicher Komponenten wird vor allem durch eine medikamentöse Therapie erreicht:

In besonders schweren Fällen kann eine intraartikuläre Injektion von Glukokortikoiden die Beschwerden lindern. Der Einsatz von Pharmaka sollte stets nur während der Schmerz- oder Entzündungsperioden durchgeführt werden. Dabei sollte die Einzeldosis so niedrig wie möglich, jedoch so hoch wie nötig gehalten werden.

Eine physikalische Therapie, wie Bewegungstherapie, Fango-Packungen, etc., sollte die medikamentöse Behandlung unterstützen und ergänzen.

Sehr informativer Beitrag würde es gerne auch auf www.rheumamedikamente.com verlinken.
#1 am 29.12.2017 von Baris Can Aras (Nichtmedizinische Berufe)

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