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Auge

Synonym: Oculus
Englisch: eye

1 Definition

Das Auge ist das Sehorgan des Menschen, welches der Wahrnehmung elektromagnetischer Strahlung mit einer Wellenlänge von ca. 350 nm bis ca. 750 nm dient. Dabei setzt es die physikalischen Reize in die Empfindung von Licht und Farbe um.

2 Hintergrund

Die einfachsten "Augen" sind lichtempfindliche Sinneszellen auf der Außenhaut, die als passive optische Systeme funktionieren. Sie können nur erkennen, ob die Umgebung hell oder dunkel ist. Man spricht hier von Hautlichtsinn.

Bei den meisten Wirbeltieren und einigen Weichtieren, z.B. Tintenfischen, wird im Auge ein Bild auf eine lichtempfindliche Schicht projiziert, die Netzhaut oder Retina genannt wird. Dort wird das Licht von Sinneszellen wahrgenommen und die Nervenimpulse durch den Sehnerv ans Gehirn weitergeleitet. Das Auge ist im allgemeinen ungefähr kugelförmig und der größte Teil, der so genannte Glaskörper, ist mit einer gelartigen, durchsichtigen Substanz gefüllt. Das Auge besitzt meistens eine veränderliche Linse, um das Bild scharf zu stellen, und oft einen Ringmuskel, die Iris, der die Pupille bei starkem Lichteinfall verkleinern kann, so dass das Auge vor zu viel Licht geschützt wird. Das Auge wird oft durch Augenlider geschützt, zum Schutz vor starken Schlägen liegt das Auge im allgemeinen tief im Schädel, wobei teilweise Knochenwülste rings ums Auge weiteren Schutz bieten.

3 Evolution

Obwohl sich die Augen von Wirbeltieren und Weichtieren im Aufbau stark ähneln, haben sie sich unabhängig voneinander entwickelt. Dies wird bei der Bildung des Auges beim Embryo sichtbar: Während sich das Auge bei Wirbeltieren durch eine Ausstülpung der Zellen entwickelt, die später das Gehirn bilden, entsteht das Auge der Weichtiere durch eine Einstülpung der äußeren Zellschicht, die später die Haut bilden. Es gibt Schätzungen, dass Augen der verschiedensten Bauweisen im Laufe der Evolution etwa 40 Mal neu entwickelt wurden.

4 Anatomie

Das Auge kann man grob in den Augapfel, Bulbus oculi, und die Anhangsorgane (Augenlider, Augenmuskeln etc.) unterteilen. Sie befinden sich in einer geräumigen Aussparung des Schädels, der Augenhöhle (Orbita). Am Bulbus oculi unterscheidet man drei Schichten:

Der Innenraum des Augapfels enthält als weitere Strukturen den Glaskörper (Corpus vitreum) und die Augenlinse (Lens oculi). Man unterteilt ihn in die beiden Augenkammern (Camera anterior und Camera posterior bulbi).

5 Augenmuskulatur

Die Augenmuskulatur lässt sich in die äußere Augenmuskulatur und die innere Augenmuskulatur unterteilen.

Während die äußere Augenmuskulatur zur Änderung der Blickrichtung dient und als Skelettmuskulatur der willkürlichen Kontrolle unterliegt, ist die innere Augenmuskulatur glatte Muskulatur, die ihre Funktion im Rahmen der Akkomodation und Pupillomotorik ausübt.

Im weitesten Sinne können auch am äußeren Auge befindliche mimische Muskeln zur Augenmuskulatur gezählt werden, da diese die Weite der Augenlider regulieren können.

6 Physiologie

Der Ziliarmuskel ist für die Scharfeinstellung (Akkomodation) verantwortlich, indem er sich zusammenzieht und die Linse mehr oder weniger wölbt.

7 Klinik

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Fachgebiete: Augenheilkunde, Sehorgan

Ich möchte mich bei dem Verfasser des Artikel bedanken. Dieser Artikel hat mich durch seinen detailreichen Inhalt sehr beim Lernen für eine wichtige Prüfung unterstützt. Durch die dazugehörigen Bilder wurde der Aufbau des Auges einfach erklärt. Danke für diesen Artikel
#1 am 25.01.2017 von Nikolai Pronegg (Nichtmedizinische Berufe)

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