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Iris

von griechisch: iris - Regenbogen
Synonym: Regenbogenhaut
Englisch: iris

Inhaltsverzeichnis

1 Definition [bearbeiten]

Die Iris ist eine parallel zur Frontalebene verlaufende, pigmentierte Gewebeschicht zwischen vorderer und hinterer Augenkammer, in deren Mitte die Pupille (Sehloch) ausgespart ist. Sie reguliert die Pupillenweite und damit die Intensität des Lichteinfalls in das Auge.

2 Anatomie [bearbeiten]

Die Iris ist ein Teil der Uvea oder mittleren Augenhaut (Tunica vasculosa bulbi) des Auges. Sie geht etwa auf Höhe des Anfangs der Sklera in den so genannten Ziliar- oder Strahlenkörper (Corpus ciliare) über. Als bewegliche Trennwand grenzt sie die vordere Augenkammer (Camera anterior bulbi) von der hinteren Augenkammer (Camera posterior bulbi) ab.

2.1 Muskeln [bearbeiten]

In der Iris kann man zwei Muskeln unterscheiden:

  • Der zirkulär verlaufende Musculus sphincter pupillae liegt nahe am freien Pupillenrand (Margo pupillaris iridis). Er besteht aus einem Netz von glatten Muskelzellen, die durch cholinerge Synapsen innerviert werden. Er verengt die Pupille.
  • Der radiär verlaufende Musculus dilatator pupillae liegt am befestigten Rand der Iris (Margo ciliaris iridis). Er ist aus einer einschichtigen Lage von Muskelzellen aufgebaut, die durch adrenerge Nervenfasern innerviert werden. Er erweitert die Pupille.

2.2 Gefäße [bearbeiten]

Die in die Iris einstrahlenden Gefäße (Arteriae ciliares posteriores longae und Arteriae ciliares anteriores) bilden am Margo ciliaris ein dichtes Netz aus Anastomosen, den so genannten Circulus arteriosus iridis major. Aus ihm ziehen - radiär verlaufend - Gefäße zum freien Pupillenrand und formieren sich dort zum Circulus arteriosus iridis minor.

3 Histologie [bearbeiten]

Die Iris besteht im wesentlichen aus glatten Muskelfasern, Epithelgewebe und einem Stroma aus Bindegewebe.

Auf der Vorderseite weist die Iris einen lückenhaften Überzug aus Mesothelzellen auf. Die Rückseite wird von einem zweischichtigen Pigmentepithel überzogen. Im Stroma trifft man auf verschiedene Zelltypen, u.a. Melanozyten, Makrophagen, Mastzellen und Fibrozyten. Darüber hinaus enthält das Stroma reichlich Gefäße und Nerven, sowie den oben erwähnten Musculus sphincter pupillae und den Musculus dilatator pupillae.

4 Physiologie [bearbeiten]

Die Iris dient als Blende und reguliert den Lichteinfall in das Auge. In Abhängigkeit von der Lichtintensität kann die Muskulatur der Iris den Pupillendurchmesser in einem Bereich von etwa 1,5 mm (Miosis) bis 12 mm (Mydriasis) regulieren.

5 Augenfarbe [bearbeiten]

Die Anzahl der im Stroma vorkommenden Melanozyten legt die Pigmentierung und damit die Augenfarbe fest. Ein starke Pigmentierung macht sich makroskopisch als braune Iris, eine schwache als blaue Iris bemerkbar. Felht die Pigmentierung ganz (z.B. bei Albinismus), erscheint die Iris aufgrund des durchscheinenden, dichten Gefäßnetzes rot.

Tags:

Fachgebiete: Augenheilkunde, Sehorgan

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Sebastian Merz

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Stud.med.dent. Sascha Alexander Bröse schreibt seit dem 18.04.2012 im Flexikon, hat bereits 289 neue Artikel publiziert und 1942 Artikeldetails verbessert.

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