Bitte logge Dich ein, um diesen Artikel zu bearbeiten.
Bearbeiten

Streptococcus equi ssp. equi

(Weitergeleitet von Streptococcus equi subsp. equi)

Synonym: S. equi ssp. equi

1 Definition

Streptococcus equi ssp. equi ist ein Bakterium aus der Gattung Streptococcus und Erreger der Druse, einer hochkontagiösen und fieberhaften Infektionskrankheit der Pferde.

2 Eigenschaften

Streptococcus equi ssp. equi ist ein an Equiden adaptierter Erreger. Er zeichnet sich vor allem durch die Bildung sehr langer Ketten, eine geringe biochemische Aktivität und ein schleimiges Wachstum infolge einer hyaluronsäurehaltigen Kapsel aus.

Streptoccocus equi ssp. equi sind gram-positive Kokken (Durchmesser 1 µm), amotil, fakultativ-anaerob und Katalase-negativ. Sie gehören zur Lancefield-Gruppe C (Zellwandpolysaccharide) und zeigen eine geringe genetische und antigenetische Variabilität (klonaler Ursprung, aus Streptococcus equi ssp. zooepidermicus entwickelt).

3 Virulenzfaktoren

Zu den Adhäsinen gehören:

Zu den Toxinen bzw. Enzymen gehören:

Die Kontagiosität ist sehr hoch - der Erreger wird aerogen sowie über unbelebte Vektoren (z.B. Tränkeimer, Geschirre) übertragen. Eine Infektion ist auch über verletzte Haut, den Deckakt, die Milch und in seltenen Fällen auch intrauterin möglich.

4 Pathogenese

Streptococcus equi ssp. equi heftet sich an die Epithelzellen der Zielgeweben an. Nach einigen Stunden kommt es zur Translokation der Erreger in regionäre Lymphknoten. Anschließend erfolgt die Aktivierung des Komplementsystems mit gleichzeitiger Rektrutierung neutrophiler Granulozyten. Durch Akkumulation im Extrazellularraum entziehen sich die Streptokokken der Phagozytose.

5 Nachweis

Streptococcus equi ssp. equi lässt sich am besten durch einen Abstrich des Eitermaterials in der Nase oder im Rachen nachweisen. Der Erreger kann auf Blutagar angezüchtet (Bakterienkultur) und durch seine charakteristische β-Hämolyse (Streptolysin S) und das typisch schleimige Wachstum identifiziert werden.

Mithilfe des MALDI-TOF kann die Spezies, mit einer PCR die Subspezies bestimmt werden.

6 Literatur

  • Mayr, Anton, Rolle, Michael. Medizinische Mikrobiologie, Infektions- und Seuchenlehre. 8., überarbeitete Auflage. Enke-Verlag, 2007.
  • VO-Unterlagen, Institut für Mikrobiologie, VetMedUni Vienna. Krankheiten der Atmungsorgane, von Herz, Kreislauf und Lymphorganen. Bakterielle Erkrankungen - Pferd. WS 2017/2018.

7 Quellen

Um diesen Artikel zu kommentieren, melde Dich bitte an.

Klicke hier, um einen neuen Artikel im DocCheck Flexikon anzulegen.

Artikel wurde erstellt von:

Letzte Autoren des Artikels:

1 Wertungen (3 ø)

150 Aufrufe

Hast du eine allgemeine Frage?
Hast du eine Frage zum Inhalt?
Copyright ©2019 DocCheck Medical Services GmbH | zur mobilen Ansicht wechseln
DocCheck folgen: