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Beta-Hämolyse

Synonym: β-Hämolyse
Englisch: beta haemolysis

1 Definition

Als beta-Hämolyse bezeichnet man die vollständige Hämolyse der Erythrozyten im Blutagar, die bei der Besiedlung des Nährbodens durch hämolysierende Bakterien - z.B. Streptokokken der Gruppe B oder Staphylokokken - auftritt.

2 Hintergrund

Bei diesem Vorgang werden die im Agar vorhandenen Erythrozyten durch Exotoxine lysiert und das freiwerdende Hämoglobin durch die Bakterien komplett abgebaut. Diese Exotoxine nennt man Streptolysine. Man unterscheidet Streptolysin O (SLO) und Streptolysin S (SLS). Streptolysin O interagiert mit dem Cholesterin in der Zellmembran von eukaryoten Zellen. Durch die Auflösung der Erythrozyten und den Abbau des Hämoglobins durch Hämoxygenasen entstehen um die Kolonien breite, klare Höfe. Die Aufnahme von Häm in die Bakterien wird durch spezielle Transportproteine reglementiert, da ein Überschuss an Eisen toxisch auf die Erreger wirkt.[1]

Einige schwach β-hämolysierende Spezies (z.B. Streptococcus agalactiae) verursachen eine intensive Beta-Hämolyse, wenn sie zusammen mit Staphylokokken angezüchtet werden. Dieses Phänomen ist Grundlage des CAMP-Tests.

siehe auch: Alpha-Hämolyse

3 Quellen

  1. Jacob E. Choby1 and Eric P. Skaar: Heme Synthesis and Acquisition in Bacterial Pathogens. J Mol Biol. 2016 Aug 28; 428(17): 3408–3428. Published online 2016 Mar 24. doi:10.1016/j.jmb.2016.03.018 PMCID: PMC5125930

Fachgebiete: Bakteriologie

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